Rund 300.000 Euro Förderung für das MachMit!Haus

Ministerin Honé überreicht Förderbescheid in Videokonferenz

Goslar. Das MachMit!Haus wird mit 298.704 Euro gefördert. Birgit Honé, Ministerin für Bundes- und Europaangelegenheiten und Regionale Entwicklung, überreichte der Stadt Goslar nun in einer Videokonferenz einen Förderbescheid aus der Richtlinie „Zukunftsräume Niedersachsen“. Das Programm soll auf innovativen und kreativen Wegen die Attraktivität und Anziehungskraft der zentralen Klein- und Mittelstädte in den ländlichen Räumen verbessern. Das MachMit!Haus in Goslar gibt Bürgerinnen und Bürgern aller Altersklassen die Möglichkeit, die Stadtentwicklung mitzugestalten. In dem kleinen Büro mitten in der Innenstadt sollen themenoffen Ideen und Probleme gesammelt werden. Die Interessen der Stadtgesellschaft finden so Berücksichtigung.

In der dritten Förderrunde war die Bewerbung der Stadt Goslar nun erfolgreich. Die Fördersumme entspricht 60 Prozent der veranschlagten Gesamtausgaben für das Projekt, die Stadt trägt einen Eigenanteil von 199.136 Euro. Damit fließen insgesamt rund eine halbe Million Euro in den Goslarer Bürgerbeteiligungsprozess. Goslars Oberbürgermeister Dr. Oliver Junk richtete ein ganz herzliches Dankeschön an seine Verwaltungsmitarbeiter Oliver Kasties, Fachbereichsleiter Zentrale Dienste, und Holger Dettmer, Fachdienstleiter IT-Service. Sie hatten die Idee zum MachMit!Haus bereits 2018 und setzten sie um. Bereits zweimal hatte das MachMit!Haus geöffnet: vom 21. Januar bis 1. März 2019 sowie vom 14. September bis 30. Oktober 2020. Die zweite Öffnung war aufgrund der Corona-Pandemie anders, wie Junk betonte. „In diese Zeit ist auch Ihr Förderprogramm gefallen.“ Trotzdem kamen insgesamt mehr als 300 Ideen aus der Bevölkerung zusammen. „Wir haben besonders gut funktioniert, weil wir Digitales und Analoges miteinander kombiniert haben“, erläuterte Holger Dettmer.

Es sei ein Partizipationsort, so Junk, „ein Ort, der die Bevölkerung mitnimmt auf dem Weg der Digitalisierung in Goslar.“ Genauso sei es auch abseits dieses Themas Anlaufstelle für Bürgerinnen und Bürger. Dazu brauche es allerdings Personal. „Wir wollen insbesondere für Jugendliche einen Treffpunkt und eine Möglichkeit zum Ausprobieren schaffen. Wir wollen der Zukunft Raum geben. Das MachMit!Haus ist ein neuer sozialer Ort für den Austausch zwischen Bürgerschaft, Ratspolitik, Verwaltung und Hauptverwaltungsbeamtem.“ Wichtig sei dabei die zentrale Lage mitten in der Innenstadt statt irgendwo versteckt im Verwaltungsgebäude.

Der partizipative Ansatz sei ausgesprochen förderwürdig, erklärte Birgit Honé. „Ihr Projekt hat uns alle überzeugt.“ Ein Ort zum Ausprobieren - das ist laut Ministerin das richtige Herangehen in dieser Welt der Herausforderungen. „Einfach mal ein Stück weit experimentieren. Gerade in der Pandemie sind diese Orte der Interaktion besonders wichtig.“ Sie verspreche sich sehr viel vom Goslarer Projekt für ganz Niedersachsen, sagte Honé und kündigte ihren Besuch im Sommer an, sobald es die Pandemie zulasse.

Das MachMit!Haus bietet so viel Kreativität, befand Holger Dettmer. „Mit dem Förderbescheid haben wir den ersten richtigen Schritt, dass wir das verstetigen.“ Mit Blick auf die Rolle Kasties und Junks fügte er an: „Man braucht auch immer mutige Führungskräfte, die das unterstützen.“ Diese Aussage unterstrich Dr. Ulrike Witt, Landesbeauftragte für regionale Landesentwicklung Braunschweig, mit einer Anekdote. Bei ihrem Besuch in Goslar hatte Oberbürgermeister Dr. Oliver Junk zunächst verschiedene Projekte vorgestellt und anschließend direkt nach weiteren Fördermöglichkeiten gefragt. „Da habe ich vom Förderprogramm erzählt, und am nächsten Tag hatten wir zehn Projektskizzen aus Goslar. Das fand ich super", erzählte Dr. Witt lachend. Die Goslarer nutzten die Chancen. „Ich gratuliere für den Mut, den Sie haben, etwas Neues in Angriff zu nehmen.“

Hintergrund zum Förderprogramm „Zukunftsräume Niedersachsen“:

Im Sommer 2019 hat das Ministerium für Bundes- und Europaangelegenheiten und Regionale Entwicklung das Programm „Zukunftsräume Niedersachsen“ aufgelegt, um gezielt Projekte für die Lebendigkeit und Attraktivität von Klein- und Mittelstädten, Gemeinden sowie Samtgemeinden ab 10.000 Einwohnern in Niedersachsen zu unterstützen, die in ländlichen Räumen Zentrumsfunktionen wahrnehmen. Die Fördersumme pro Projekt liegt zwischen 75.000 und 300.000 Euro. Um die Ideenfindung und den Erfahrungsaustausch zu intensivieren, finden regelmäßig Netzwerkveranstaltungen statt.

Foto (Stadt Goslar): Goslars Oberbürgermeister Dr. Oliver Junk stellt in einer Videokonferenz mit Birgit Honé, Ministerin für Bundes- und Europaangelegenheiten und Regionale Entwicklung, und Dr. Ulrike Witt, Landesbeauftragte für regionale Landesentwicklung Braunschweig, das Goslarer Partizipationsprojekt MachMit!Haus vor.

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Rund 300.000 Euro Förderung für das MachMit!Haus

Bild zur Pressemitteilung:
210128 Foerderung MachMitHaus

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