Goslar stellte seine Städtebauprojekte am Aktionstag vor

Knapp zweieinhalb Millionen aus dem Städtebauförderprogramm 2021

Goslar. Die Stadt Goslar erhielt jüngst die frohe Kunde von weiteren 2,4 Millionen Euro Fördermitteln aus dem Städtebauförderprogramm für das Jahr 2021. Nun hat die Verwaltung einige städtische Sanierungsgebiete und -projekte beim Tag der Städtebauförderung am vergangenen Samstag der interessierten Bürgerschaft vorgestellt. Dabei erforderte die Situation in der Corona-Pandemie neue kreative Formate wie Gesprächsrunden, Videos, Fotostrecken und eigenständige Rundgänge.

Für das Sanierungsgebiet „Jürgenohl“ folgten Interessierte einer Gesprächsrunde per YouTube-Livestream. Dabei tauschten sich Akteurinnen und Akteure aus dem Stadtteil, der Sanierungsträger BauBeCon, der Quartiersmanager und der Fachdienst Stadtplanung im Jugendzentrum B6 über Projekte aus, die im Zusammenhang mit dem Städtebauförderungsprogramm „Sozialer Zusammenhalt“ stehen. So waren zum Beispiel Marktplatz, Kultur- und Bildungszentrum und Bromberger Straße Thema. Ebenso ging es um die Vertiefung der sozialen Komponente des Programms „Sozialer Zusammenhalt“. Darüber hinaus wurden Videosequenzen über die Sanierung Jürgenohls gezeigt. Die technische Umsetzung übernahm das Team des Jugendzentrums.

Für das Sanierungsgebiet „Altstadt – östlicher Teil“ gab es eine digitale Podiumsdiskussion mit Eigentümerinnen und Eigentümern, die Maßnahmen bereits umgesetzt haben oder planen, dem Sanierungsträger, dem Quartiersarchitekten, dem Fachdienst Bauordnung und Denkmalschutz und dem Fachdienst Stadtplanung. Kurze Videos gaben einen Einblick in Beispielprojekte. Die Stadtplanung organisierte außerdem eine Anleitung für einen eigenständigen Rundgang durch das Quartier. Dabei wurden Gebäude ausgewiesen, die mit Unterstützung von Städtebauförderungsmitteln modernisiert und instandgesetzt wurden. Über QR Codes konnten Steckbriefe zu den Gebäuden abgerufen werden. Die Anleitung bzw. die Steckbriefe können noch immer im Internet unter https://machmit.goslar.de/altstadt-oestlicher-teil abgerufen werden.

Goslar hat allerdings mehr als diese drei Städtebauprojekte – und die wurden bei den Fördermitteln aus dem Städtebauförderprogramm bedacht. In dieser Förderperiode fließen insgesamt 121,6 Millionen Euro für 204 Fördermaßnahmen landesweit, wie aus einer Pressemitteilung des Niedersächsischen Ministeriums für Umwelt, Energie, Bauen und Klimaschutz hervorgeht.

Vier der fünf Goslarer Sanierungsgebiete – für den Stadtpark Oker wurde die übliche Zwei-Drittel Förderung gewährt – erhalten voraussichtlich sogar eine 90-prozentige Förderung. Jährlich sind bis zum 31. Mai Fördermittel zu beantragen. Dabei wird zunächst von einer Zweidrittel-Förderung durch Bund und Land ausgegangen. Eine höhere Förderung ist für finanzschwache Kommunen möglich.

Zu den 2.436.000 Euro Fördermittel von Bund und Land kommen 290.112 Euro Eigenanteil der Stadt. Es fließen also insgesamt 2.726.112 Euro Förderung in die Sanierungsgebiete. Und jeder Euro generiert weitere Investitionen. Jürgenohl, früher „Soziale Stadt“, heute „Sozialer Zusammenhalt – Zusammenleben im Quartier gemeinsam gestalten“, erhält 364.000 Euro Förderung plus 40.445 Euro städtischen Eigenanteil. Aus dem Programm „Lebendige Zentren – Erhalt und Entwicklung der Stadt- und Ortskerne“ bekommen die Altstadt – östlicher Teil 510.000 Euro plus 56.667 Euro Eigenanteil, das Gebiet Hahnenklee Rathausstraße 162.000 Euro Fördermittel plus 18.000 Euro und der Stadtpark Oker 50.000 plus 25.000 Euro. Das Sanierungsgebiet Gebiet „Kaiserpfalzquartier und südliche Wallanlagen“ wird mit 1,35 Millionen Euro aus dem Förderprogramm „Wachstum und nachhaltige Erneuerung – Lebenswerte Quartiere gestalten“ bedacht. Hinzu kommt der städtische Eigenanteil von 150.000 Euro.

Sobald die Fortschreibungsbescheide vom Amt für regionale Landesentwicklung bei der Stadtverwaltung eintreffen, können die Mittel wieder in Jahresscheiben bei der N-Bank beantragt werden.

Neben den klassischen Städtebauförderprogrammen deckt Goslar zusätzliche Förderprogramme des Bundes ab. Das Projekt „Kulturmarktplatz Goslar“ wird – wie der Neubau der Mehrzweckhalle Hahndorf und die Sanierung der Mehrzweckhalle Oker – über das Programm „Sanierung kommunaler Einrichtungen in den Bereichen Sport, Jugend und Kultur“ als Teil des sogenannten Zukunftsinvestitionsprogramms des Bundes gefördert. Dazu gehört ebenso das Programm „Nationale Projekte des Städtebaus“, über das der Umbau des historischen Rathauses und seit Neuestem auch die Umgestaltung des Pfalzgartens laufen.

Da die üblichen Baustellenführungen im Kulturmarktplatz unter den geltenden Kontaktbeschränkungen und Abstandgebot in diesem Jahr nicht möglich waren, wurden Vorher-Nachher-Bilder zum optischen Vergleich im Internet präsentiert. So werden die Veränderungen deutlich, die die Gebäude der ehemaligen Hauptschule Kaiserpfalz seit Beginn des Projektes 2016 durchlaufen haben. Die Bildstrecke ist weiterhin unter www.goslar.de/kultur-freizeit/kulturmarktplatz! zu bewundern.

Foto (Stadt Goslar): Zeitweise folgten bis zu 21 Zuschauerinnen und Zuschauer zeitgleich dem Live-Stream aus dem Jugendzentrum B6, bei dem unter anderem Quartiersmanager Pavel Simchanka (von rechts), Svenja Voll vom Sanierungsträger BauBeCon, Jan-Hendrik Fischer als Geschäftsführer der Wohngesellschaften Goslar/Harz und der Behindertenbeauftragte der Stadt Goslar, Axel Dietsch, mitdiskutierten.

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Goslar stellte seine Städtebauprojekte am Aktionstag vor

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