Experten für energetische Sanierung beraten private Eigentümer

Sanierungsberater_Energie für die Unterstadt bietet Sprechstunde und Ortstermine an

Wer ein Haus in der östlichen Altstadt besitzt und sich fragt, ob und was sich zugunsten der Energieeffizienz verändern lässt, hat jetzt einen Ansprechpartner. Im Auftrag der Stadt bietet ein Sanierungsberater_Energie eine kostenlose Beratung zum Thema energetische Sanierung.

„Was geht da? Wie kann man sich das vorstellen?“ Das seien Fragen die, die Eigentümerinnen und Eigentümer umtreibe, so Oberbürgermeister Dr. Oliver Junk. Besonders bei Denkmälern sei die Hemmschwelle groß. „Wir wollen jedem Eigentümer, der ein bisschen Interesse an seiner Immobilie hat, etwas geben können.“ Dank des KfWFörderprogramms „Energetische Stadterneuerung“ ist das jetzt möglich – nicht zu verwechseln mit dem Stadtentwicklungsprojekt Städtebaulicher Denkmalschutz „Altstadt – östlicher Teil“.

Der städtische Fachdienst Bauordnung und Denkmalschutz bietet eine kostenlose Beratung für Hauseigentümer zur denkmalgerechten, energetischen Ertüchtigung der Gebäude in der östlichen Altstadt an, der sogenannten Unterstadt. Ein Sanierungsberater_Energie gibt Tipps und schaut sich die Situation auch vor Ort an. Ziel ist es, gemeinsam mit den Eigentümern bzw. Bewohnern bestmögliche Lösungen zur energetischen Sanierung der unter Denkmalschutz stehenden Gebäude zu finden. Das Büro Low-E-Ingenieursgesellschaft für energieeffiziente Gebäude mbH aus Wolfenbüttel ist mit der Beratung beauftragt, das bereits umfangreiche Erfahrungen in der Bewertung der Energieeffizienz von Gebäuden hat. Ansprechpartner in Goslar ist der Architekt Gunnar Schulz-Lehnfeld, unterstützt von
Versorgungstechnik-Ingenieuren des Büros.

Der Sanierungsberater_Energie unterstützt interessierte Hauseigentümer bei der Erarbeitung von ganzheitlichen oder stufenweisen Sanierungskonzepten sowie bei der Beantragung von entsprechenden Fördermitteln. Ob Fenstersanierung, Dach- oder Innendämmung oder eine neue Heizungsanlage. „Wir schauen uns vor Ort an, wo die Potenziale sind und erstellen ein individuelles Maßnahmenpaket“, erklärt Gunnar Schulz-Lehnfeld.

Neben den Einzelmaßnahmen für Gebäude sollen im Rahmen des von der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) geförderten Projektes zur energetischen Stadterneuerung aber auch quartiersbezogene Energieversorgungsstrategien erarbeitet und bewertet werden. Dabei
stehen die Energieversorgungsunternehmen als potentielle Partner zur Verfügung. Oberstes Ziel: Senkung des Energieverbrauchs und der CO2-Emissionen der Gebäude in der Altstadt. Damit möchte die Stadt Goslar als UNESCO-Welterbestadt einen Beitrag zu den drängenden Fragen des Klima- und Umweltschutzes leisten und zeigen, dass auch im denkmalgeschützten Bestand Maßnahmen zur Ressourcenschonung realisiert werden können.

Die Beratung zur energetischen Sanierung und die Beratung zu Fördermitteln des Städtebauförderprogramms „Städtebaulicher Denkmalschutz“ sollen sich künftig miteinander verzahnen. Erste Gespräche mit der dort zuständigen Niedersächsischen Landgesellschaft
(NLG) habe man schon geführt, so Prof. Lars Kühl, Geschäftsführer der Low-E. Derzeit ist das Ingenieurbüro auf der Suche nach einem Domizil in der Unterstadt. Dort möchte man mit Modellen bauseitige Lösungen präsentieren, erfolgreiche Beispiele zeigen – energetische
Sanierung zum Anfassen quasi.

Bis passende Räumlichkeiten gefunden und bezogen sind, finden die Beratungen in der Stadtverwaltung Goslar, Charley-Jacob-Straße 3, statt – das erste Mal am 3. Mai. Feste Beratungszeiten sind jeden zweiten Donnerstag von 14.00 Uhr – 17.00 Uhr nach vorheriger telefonischer Vereinbarung. Es wird jedoch empfohlen, mit dem Berater telefonisch einen Ortstermin zu vereinbaren, da im denkmalgeschützten Bereich der Altstadt immer konkret auf den Einzelfall bezogene Lösungen zur energetischen Ertüchtigung der Gebäude gesucht und gefunden werden müssen. Wer sich beraten lassen möchte, erreicht Gunnar Schulz-Lehnfeld außerdem unter der Rufnummer 05331/94 555 66 oder per E-Mail an Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!. Auch im Internet auf
https://www.goslar.de/stadt-buerger/wohnen-bauen/denkmalschutz-weltkulturerbe und https://www.goslar.de/stadt-buerger/wohnen-bauen/energie-klima finden Interessierte Kontaktdaten und die kommenden Beratungstermine.

Download der Pressemitteilung:
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Bildmaterial zur Pressemitteilung:

Sanierungsberater Energie

Foto (Stadt Goslar): Oberbürgermeister Dr. Oliver Junk (2.v.re.) und seine Mitarbeiterinnen Dr. Christine Bauer und Marion Siegmeier (von links) begutachten zusammen mit Projektingenieur Kevin Büttner, Architekt Gunnar Schulz-Lehnfeld und Prof. Lars Kühl,
Geschäftsführer der Low-E-Ingenieursgesellschaft, das Potential eines Hauses in der östlichen Altstadt.