Seilkrananlage befördert abgestorbene Fichten aus dem Hang

Totholz am Rammelsberg macht Platz für Neupflanzungen – Wege gesperrt

Goslar. Die umfangreichen Holzerntearbeiten am Rammelsberg sind noch immer in vollem Gang. In dieser Woche haben sich Oberbürgermeisterin Urte Schwerdtner und Erster Stadtrat Burkhard Siebert die Arbeiten mit der Seilkrananlage angeschaut. Marcel Möller, Leiter der Stadtforst, Försterin Paula Machunze und Förster Martin Paucke erläuterten das Prozedere und die Hintergründe für die Holzernte.

Die Seilkrananlage ermöglicht den bodenschonenden Abtransport der gefällten Bäume aus dem steilen Gelände. Vom Kran wird ein Stahlseil über den zu bearbeitenden Bereich gespannt und an diesem die gefällten Bäume bergauf gezogen. Die Stadt appelliert an Waldbesucher, die Sperrungen der Wanderwege unbedingt zu beachten und die Wege nicht zu betreten. Im Umfeld der Arbeiten herrscht Lebensgefahr. Auch für die Oberbürgermeisterin und den Ersten Stadtrat stand die Sicherheit an erster Stelle. Sie durften nur mit Warnweste und Helm und unter der Anleitung des Stadtforstteams die Maschine begutachten.

Die Forstleute zeigten auch den Grund für die nötigen Baumfällungen: den Borkenkäfer. Er konnte, begünstigt durch die Stürme und die Trockenheit der vergangenen Jahre, den Fichtenwald großflächig befallen. Paula Machunze lieferte mit einem kurzen Handgriff den lebenden Beweis. Mit dem Messer hob sie die Borke einer toten Fichte ab, darunter kamen Käfer und ihre Fraßgänge zum Vorschein. Die abgestorbenen Bäume müssen nun aus dem Wald, um dort neue Baumarten pflanzen und etablieren zu können.

Dabei lässt die Stadtforst Goslar bewusst kleine Inseln aus abgestorbenen Fichten stehen. Sie spenden den neuen Pflanzungen Schatten und brechen den Wind. Darüber hinaus bieten sie als stehendes Totholz Lebensraum für verschiedenste Organismen und geben dem neu entstandenen Waldbild Struktur.

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Seilkrananlage befördert abgestorbene Fichten aus dem Hang

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Foto 1 (Stadt Goslar): Marcel Möller (Mitte) erläutert Urte Schwerdtner und Burkhard Siebert das Prinzip der Seilkrananlage.
Foto 2 (Stadt Goslar): Von links kommen die Baumstämme den Berg hochgeschwebt. Auf der Plattform werden sie in mehrere Teile zerlegt und für den Abtransport gestapelt.
Foto 3 (Stadt Goslar): Der Arbeitsbereich ist abgesperrt. Für Waldbesucher, die die Absperrungen ignorieren, besteht Lebensgefahr.
Foto 4 (Stadt Goslar): Paula Machunze (von links), Marcel Möller und Martin Paucke (2.v.re.) führen Burkhard Siebert und Urte Schwerdtner durch den Wald und unter Sicherheitsvorkehrungen in den gefährlichen Arbeitsbereich.

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