Landesverband der Jüdischen Gemeinden von Niedersachsen und die Stadt Goslar streben Öffnung des Jüdischen Friedhofes an

- Erweiterte Zielsetzung nach Ortstermin -

Der Landesverband der Jüdischen Gemeinden von Niedersachen und die Stadt Goslar haben sich nach einem gemeinsamen Ortstermin am heutigen Tage darüber verständigt, die Öffnung des Jüdischen Friedhofs in Goslar anzustreben

Hintergrund des Treffens war die geplante Umsetzung des Gedenksteines für die jüdischen Opfer der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft vom Jüdischen Friedhof an die Ecke Glockengießerstraße/Trollmönch.  Damit verbunden waren auch Planungen für eine würdige Umgebung für den Gedenkstein. Mit der Umsetzung war das Ziel verbunden, den Gedenkstein sichtbar zu machen, da der Jüdische Friedhof bisher nicht frei zugänglich war.

Vereinbart wurde nun zwischen dem Vorsitzenden des Landesverbandes, Michael Fürst, und dem Oberbürgermeister, dass  die Umsetzungsplanungen zunächst zurückgestellt werden sollten, um die  Erfahrungen bei einer Öffnung des Friedhofs auszuwerten.

Ziel ist es demnach, ein neues transparentes Eingangstor nach innen zu verlagern und künstlerisch zu gestalten. Damit wird den Besuchern der Stadt und der interessierten Bürgerschaft erstmals nach Jahrzehnten ein freier Blick auf den Friedhof ermöglicht. Das neu gestaltete Eingangstor soll zusätzlich mit Informationstafeln versehen werden

Ferner wird angestrebt, den Friedhof künftig an einem Tag in der Woche gänzlich für Besucher zu öffnen.

Diese gemeinsamen Überlegungen gehen damit deutlich über bisherige Ideen hinaus, weshalb Stadtspitze und Landesverband den zuständigen Ratsgremien vorschlagen, auf die Idee der Versetzung des Gedenksteines zunächst zu verzichten.

„Wir gehen damit noch einen deutlichen Schritt weiter als die bisherigen Planungen und schaffen einen Mehrwert für die Gemeinde und die Bürger der Stadt, die bisher keinen freien Zugang auf den Friedhof hatten“, so der Vorsitzende der Jüdischen Gemeinden von Niedersachsen Michael Fürst im Rahmen des Ortstermins, der gleichzeitig darum bittet, dass die gemeinsamen Überlegungen in städtischen Gremien erörtert werden.

„Wir werden die gemeinsamen Überlegungen nun in den Beratungsgang bringen. Die Jüdischen Gemeinden und die Stadt Goslar haben das fest Ziel, jüdisches Leben und jüdische Geschichte unserer Stadt noch deutlicher sichtbar zu machen“, so Oberbürgermeister Dr. Oliver Junk nach dem Treffen.

Download der Pressemitteilung:
Landesverband der Jüdischen Gemeinden von Niedersachsen und die Stadt Goslar streben Öffnung des Jüdischen Friedhofes an