Grußwort des Oberbürgermeisters zum Jahreswechsel

Videobotschaft von Dr. Oliver Junk zum Jahreswechsel 2020/2021

Liebe Goslarerinnen und Goslarer!

Im letzten Jahr habe ich mich in meinem Grußwort an dieser Stelle mit Ihnen gemeinsam auf viele tolle Ereignisse gefreut, die 2020 für uns und unsere Stadt Goslar bereithalten sollte: die Kaiserpfalz-Open Air-Konzerte mit Santiano und Roland Kaiser mit der Paul-Lincke-Ringverleihung in Hahnenklee, die vielen Veranstaltungen und Märkte übers Jahr verteilt, mit dem Weihnachtsmarkt als Höhepunkt. Wir hätten wieder ein Goslarsches Pancket erlebt und die Schützengesellschaft hätte ihr 800-jähriges Bestehen gebührend gefeiert genauso wie viele andere Vereine und Institutionen ihre Jubiläen begangen hätten. Nichts von dem ist passiert, Corona hat unser aller Leben auf den Kopf gestellt.

Goslar, Deutschland und die Welt ticken im Krisenmodus. Ein Wort bestimmt unseren Alltag: Corona! Kein Tag ohne neue Statistik, keine Talkshow ohne Virologen, kein Einkauf ohne Maske. Das Corona-Virus hat ganze Bereiche unserer Wirtschaft vorübergehend lahmgelegt, der Kulturszene die Lebensgrundlage genommen, unsere Gewohnheiten durcheinandergewirbelt und unsere Grundrechte phasenweise eingeschränkt. Weihnachten nur im kleinsten Kreis, Silvester ohne Feuerwerk und der harte Lockdown mit der Schließung fast aller Geschäfte. Was für eine Ausnahmesituation!

Neben der Sorge um die eigene Gesundheit und die unserer Familie und Freunde bereiten natürlich auch die Auswirkungen auf die Wirtschaft in unserer Stadt, den Handel, den Tourismus und die Gastronomie große Sorgen. Wir wissen momentan nicht, wie lange dieser zweite Lockdown noch andauern wird und wie viele Betriebe ihn trotz aller Hilfszahlungen nicht überleben werden. Der Weihnachtsmarkt, den wir in diesem Jahr schmerzlich vermissen, war eben nicht nur ein Ort, um Bratwurst zu essen und Glühwein zu trinken, sondern ein ganz starker Frequenzbringer für unsere Stadt, der für enormen Umsatz gesorgt hätte.

Der vor wenigen Tagen verabschiedete Nachtragshaushaltsplan weist ein nur geringes vertretbares Defizit aus. Die Gewerbesteuer ist weniger stark weggebrochen als ursprünglich befürchtet. Die Kürzungen im Haushalt wurden mit viel Augenmaß vorgenommen. Wir konnten alle unsere geplanten Investitionsprojekte durchführen bzw. fortsetzen. Das war mir sehr wichtig, die Infrastruktur unserer Stadt nicht zu vernachlässigen. Die großen Städtebaumaßnahmen gehen weiter, der Kulturmarktplatz ist auf der Zielgeraden, die Rathaussanierung nimmt mit dem großen Glas-Atrium zur Marktkirche hin immer sichtbarere Formen an, das Kaiserpfalzquartier steht in den Startlöchern. Hohe Fördersummen fließen in die Stadtteile, vieles lässt sich dadurch bewegen und verbessern. Doch wie wird es in Zukunft nach Corona sein? Ob es weiterhin diese Förderprogramme geben wird oder ob die Mittel des Finanzausgleichs in gewohnter Form fließen, weiß niemand. Deshalb bin ich froh über jedes Projekt, jede Investition, die wir durchgeführt haben. Ich habe immer gesagt: Ein Dach deckt man bei gutem Wetter. Dieser Spruch hat sich einmal mehr bewahrheitet. Das, was wir geschafft haben, nimmt uns keiner weg.

Diese Krise hat uns verändert. Sie hat uns vor Augen geführt, wie kostbar die Normalität in Frieden und Freiheit ist und uns zum Nachdenken gebracht. Corona hat uns neben den wirtschaftlichen und gesundheitlichen Folgen vor Augen geführt, wie sehr wir Menschen doch soziale Wesen sind. Am meisten vermissen wir doch die Begegnungen, in der Familie, mit den Freunden und in den Vereinen. Denn auch das Ehrenamt ist systemrelevant. Es ist eine wichtige Säule in unserer Stadt, das wesentlich zu einem erfüllten Zusammenleben beiträgt – gerade in der aktuellen Situation.

Lassen Sie uns deshalb gemeinsam weiterarbeiten und weiterbauen an dieser Stadt. Sie alle, liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger, machen unser Goslar aus. Und deshalb sage ich Ihnen sehr herzlich vielen Dank. Viele von Ihnen leisten einen beispielhaften persönlichen Einsatz in Schulen, Vereinen, Kirchen, im kulturellen, sportlichen oder sozialen Bereich, in den Rettungseinrichtungen und an vielen anderen Stellen ehrenamtlich für die Gemeinschaft, für unsere Stadt Goslar. Sie tragen ganz maßgeblich dazu bei, dass unsere Stadt lebens- und liebenswert bleibt und sich positiv weiterentwickelt.

„Der eine wartet, dass die Zeit sich wandelt. Der andere packt sie kräftig an - und handelt.“ Im Sinne dieser Worte von Wolfgang von Goethe hoffe ich mit Ihnen auf einen baldigen Zeitenwandel wieder hin zu unserem normalen Leben vor Corona. Und zwar so schnell wie möglich. Ich wünsche Ihnen und Ihren Familien für das Jahr 2021 viel Glück, Gesundheit und persönliche Zufriedenheit und uns allen weiterhin ein gutes, erfolgreiches Miteinander.

Dr. Oliver Junk

 

Download der Pressemitteilung:
Grußwort des Oberbürgermeisters

Verantwortlich für diese Meldung:

Der Oberbürgermeister (V.i.S.d.P)
Charley-Jacob-Straße 3
38640 Goslar

 

Ihre Ansprechpartnerin:
Claudia Jagsch
Telefon: 05321-704212
Telefax: 05321-7041212
E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

 Grußwort zum Jahreswechsel

 

Neujahrsgedanken

Neujahrsgedanken: Weddingen

Neujahrsgedanken: Jerstedt

Neujahrsgedanken: Lochtum

Neujahrsgedanken: Lengde

Neujahrsgedanken: Hahnenklee

Neujahrsgedanken: Hahndorf

Neujahrsgedanken: Immenrode

Neujahrsgedanken: Sudmerberg

Neujahrsgedanken: Georgenberg

 

Wir nutzen Cookies auf unserer Website. Einige von ihnen sind essenziell für den Betrieb der Seite, während andere uns helfen, diese Website und die Nutzererfahrung zu verbessern (Tracking Cookies). Sie können selbst entscheiden, ob Sie die Cookies zulassen möchten. Bitte beachten Sie, dass bei einer Ablehnung womöglich nicht mehr alle Funktionalitäten der Seite zur Verfügung stehen.