Aufruf zum Volkstrauertag 2016

- Gedenkstunden in den Stadtteilen -

Wenn am 13. November der Volkstrauertag begangen wird, erinnern wir an die schlimmsten Zeiten deutscher Geschichte, an die beiden Weltkriege und die Nazidiktatur. Wir gedenken der gefallenen Soldaten, der getöteten Zivilisten und derer, die ihren Widerstand gegen die Diktatur mit dem Leben büßen mussten. Wir trauern ebenso um die Opfer von Kriegen und Bürgerkriegen unserer Tage, um die Opfer von Terrorismus und politischer Verfolgung.

Die jüngsten Ereignisse in unserem Land geben größten Anlass zur Sorge, dass viel zu viele aus der Geschichte nichts gelernt haben. Fremdenfeindlichkeit und Rassismus sind nicht nur auf dem Vormarsch – sie scheinen langsam salonfähig zu werden. Wenn wir sehen, mit welcher Erbarmungslosigkeit und mit welchem Hass Menschen anderer Herkunft oder anderen Glaubens ausgegrenzt, geschmäht und physisch attackiert werden – und dies häufig in aller Öffentlichkeit –, dann muss uns das beschämen und wütend machen, dann sind wir alle zum Handeln aufgefordert. Die Ursachen für dieses Verhalten sind vielfältig. Aber die Muster sind erschreckend ähnlich, wenn wir sie mit den Ereignissen vergleichen, an die wir im Rahmen des Volkstrauertages erinnern. Damals wie heute sind es neben fehlender Empathie und kleinbürgerlicher Enge auch Geschichtsvergessenheit auf der einen und Geschichtsverses-senheit auf der anderen Seite, die den Nährboden für diese neue Eskalation rechter Gewalt bilden.

Gerade wir wissen aus unserer Geschichte sehr genau, dass Freiheit und Demokratie nicht von allein entstehen und nicht von allein erhalten bleiben. Sie brauchen vielmehr Menschen, die sie erkämpfen und bewahren, die sie schützen und stärken. Die Werte, die wir schätzen und die die Grundlage unserer Gesellschaft bilden, sind keine selbstverständlichen Güter. Deshalb kommt Gedenktagen wie dem Volkstrauertag nach wie vor ein hoher Stellenwert zu. Ein Gedenken, das sich der Geschichte stellt und daraus Rückschlüsse zieht, uns sensibili-siert, bedrohliche Entwicklungen oder die Verharmlosung von Gewalt rechtzeitig zu erkennen, jeden Menschen ungeachtet seiner Herkunft oder Konfession zu achten, Frieden und Freiheit hoch zu schätzen.

„Frieden und Freiheit, das sind die Grundlagen jeder menschenwürdigen Existenz“. Mit diesen – eigentlich selbstverständlichen - Worten von Konrad Adenauer, dem ersten Bundeskanzler der Bundesrepublik Deutschland, bitten wir auch in diesem Jahr unsere Mitbürgerinnen und Mitbürger, die Arbeit des Volksbundes Deutsche Kriegsgräberfürsorge durch ihre Spenden zu unterstützen. Mit der Pflege und dem Schutz der Kriegsgräber wird die Menschenwürde jener geachtet, die Opfer von Krieg und Gewalt wurden. Besuchen Sie bitte die Gedenkstunden zum Volkstrauertag am 13. November in den Ortsteilen. Sie setzen damit ein Zeichen für den Frieden.

 

Dr. Oliver Junk   Axel Siebe
Oberbürgermeister                                                                                            Vorsitzender Ortsverband Volksbund
Deutsche Kriegsgräberfürsorge

 

Gedenkstunden zum Volkstrauertag am 13. November 2016

Goslar-Stadt       11:30 Uhr - am Ehrenmal auf dem Friedhof Hildesheimer Straße
Goslar-Jerstedt   11:30 Uhr - am Ehrendenkmal nach dem Gottesdienst, Treffpunkt für
Vereine und Besucher ist in der Nähe der Kirche (Kirchstraße)
Goslar-Hahnenklee   12:00 Uhr - am Ehrendenkmal an der Stabskirche nach dem Gottesdienst
Goslar-Hahndorf   11:00 Uhr - am Ehrendenkmal nach dem Gottesdienst, Gottesdienstbeginn 10:00 Uhr
Goslar-Oker   12:00 Uhr - am Ehrendenkmal Adenberg nach dem Gottesdienst
Goslar-Vienenburg   12:15 Uhr - am Ehrendenkmal am Katttenberg
Goslar-Lochtum   Samstag, 12.11.2016
17:00 Uhr am Ehrendenkmal nach dem Gottesdienst
Goslar-Weddingen   10:15 Uhr - am Ehrendenkmal nach dem Gotttesdienst
Goslar-Immenrode   11:30 Uhr - am Ehrendenkmal nach dem Gottesdienst, Gottesdienstbeginn 10:45 Uhr
Goslar-Wiedelah   11:00 Uhr - am Ehrendenkmal
Goslar-Lengde   10:15 Uhr - am Ehrendenkmal nach dem Gottesdienst

 

Download der Pressemitteilung:
Aufruf zum Volkstrauertag 2016

 

Verantwortlich für diese Meldung:

Die Oberbürgermeisterin (V.i.S.d.P)
Charley-Jacob-Straße 3
38640 Goslar

 

Ihre Ansprechpartnerin:
Claudia Jagsch
Telefon: 05321-704212
Telefax: 05321-7041212
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