Der Vienenburger „Kettenmann“ ist restauriert

In den Akten ist wenig Historisches über den „Kettenmann“ zu finden. Der Ortsheimatpfleger habe ihm aber einiges zur Bedeutung des Kunstwerks erzählen können, berichtete Christoph Gutmann, Fachdienstleiter Kultur. Es sei in den frühen 1950er Jahren entstanden und gehöre zur Initiative, die sich dafür einsetzte, dass die letzten Kriegsgefangenen des Zweiten Weltkriegs aus den russischen Lagern freigelassen werden. Mehr als 60 Jahre erinnert es nun an diese Mahnung, und mit den Jahrzehnten kamen auch die Schäden an der empfindlichen Steinersatzmasse.

Die sind nun behoben. Restaurator Ralf Deike fand eine Möglichkeit, das Mahnmal deutlich kostengünstiger instand zu setzen als zunächst geschätzt. Statt der ursprünglich veranschlagten 7000 Euro, lagen die Kosten am Ende bei rund 3000 Euro. 2250 Euro davon brachten fünf Sponsoren auf, Unternehmer aus Vienenburg: Bernd Damer, Geschäftsführer von Damer + Partner, Meinhardt Fulst, Geschäftsführer der gleichnamigen Ingenieurgesellschaft, Klaus-Dieter Friehe, Geschäftsführer von Bagger Friehe, Siegfried Stephan, Geschäftsführer von Stephan Automobile, sowie eine anonyme Sponsorin, die im Namen von Erich Erlacher spendete. Die restliche Summe zahlte die Stadt.

Christoph Gutmann richtete seinen „herzlichen Dank“ an die Sponsoren. Die wiederum sahen ihr Engagement als selbstverständlich an. „Von uns gab es eine spontane Zusage, weil ich der Meinung bin, so etwas muss man erhalten“, berichtete etwa Klaus-Dieter Friehe. „Das finde ich klasse“, sagte Goslars Oberbürgermeister Dr. Oliver Junk. „Es ist ein tolles Bekenntnis von unseren Unternehmern zur Stadt, zum Stadtteil, zur Geschichte. Besser kann eine Kooperation aus Wirtschaft, Bürgerschaft und Stadtverwaltung nicht funktionieren.“ Junk dankte außerdem Gutmann für seinen „hemdsärmeligen“ Einsatz auf der Suche nach Sponsoren. Wie Friehe schreibt Junk dem „Kettenmann“ eine hohe historische Bedeutung zu. „Mir war es wichtig, dass das Werk nicht irgendwann aus Sicherheitsgründen abgenommen und eingelagert werden muss.“ Denn ein solches Denkmal bringe den jungen Generationen die Geschichte näher – auch seinen eigenen Kindern.

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Der Vienenburger „Kettenmann“ ist restauriert

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Vienenburger Kettenmann

Foto: Der Kettenmann erstrahlt in neuem Glanz. Dr. Oliver Junk und Christoph Gutmann (3. und 4. von links) danken den anwesenden Sponsoren (von links): Meinhardt Fulst, Klaus-Dieter Friehe und Jan Damer als Stellvertreter seines Vaters Bernd Damer.

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