Die "Goslarschen Höfe" - ein Platz zum Wohlfühlen

Die „Goslarschen Höfe“ sind ein Platz zum Wohlfühlen, zum neugierig werden, zum Niederlassen und Durchatmen, zum Geben und Nehmen. Mit sehr viel Phantasie und Können wurde dieses besondere Gelände, das die Altstadt mit dem Breiten Tor und das Wirtschaftsgebiet Odermarkplatz miteinander verbindet, entwickelt. Fußgänger, Bus – und Autofahrer können das Gebiet schnell erreichen.

Dinge, die ihre Besitzer nicht mehr benötigen, können hier ein neues Gesicht bekommen und einen weiteren Eigentümer finden, der das Spezielle sucht und das Individuelle und Besondere liebt. Auf den ersten Blick wird es kaum auffallen, dass hier gebrauchte Waren verkauft werden, dass hier auch Gemüse und Früchte im Angebot sind, die nicht den Weg in die Supermärkte finden, weil sie der Norm nicht entsprechen.

Ein gemütliches Hofcafé, das vor oder nach dem Einkauf zum Kraft schöpfen einlädt, zeigt, dass es um den Menschen geht, der hier Geborgenheit, seinen Wert und Arbeit für sich erfahren kann.
 
Um die größere Anzahl von MitarbeiterInnen zu beschäftigen, muss natürlich Geld verdient werden, aber das Ziel ist, dass auch Menschen Arbeit finden, deren Stärken und Möglichkeiten an anderer Stelle nicht gesehen werden. Das ist eine lange Tradition der evangelischen und katholischen Träger (Caritas Goslar und Beratungsdienste), dass sie die, die in unserer Gesellschaft am Rande stehen in die Mitte holen. So haben diese beiden Institutionen die gemeinnützige GmbH: „ Goslarsche Höfe – Integrationsbetrieb“ gegründet, um Kunden aus Stadt und Land einzuladen hier einzukaufen. Das Ausgefallene: für das sie vielleicht mehr Geld ausgeben können und das zum Leben notwendige, mit geringen finanziellen Mitteln. Es soll auch Bereiche geben, in denen man sich Waren gegen eine kleine Spende schenken lassen kann.

Das geplante Sortiment umfasst insbesondere die folgenden Warenbereiche:

  • Bekleidung (Damen-, Herren- und Kinderbekleidung)
  • Haushaltswaren (z. B. Glas, Porzellan, Bestecke etc.)
  • Möbel
  • Elektrogeräte (z. B. Kühl- und Gefriergeräte, Haushaltselektrokleingeräte  etc.)
  • Haushaltstextilien
  • Unterhaltungselektronik (Fernsehgeräte, Audio-Kleingeräte, HiFi-Geräte, Video, Aufnahme und Wiedergabegeräte, bespielte und unbespielte Ton- Datenträger (CDs und DVDs)
  • Spielwaren
  • Bücher
  • Gemüse aus der Region.
  • Ein einfaches, nahrhaftes Mittagsessen
  • Und was es im Bistro eben noch so zu trinken und zu essen gibt…

Im Rahmen der Planungen zum Kaufhaus wurde der Begriff „Goslarsche Höfe“ für das Gesamtangebot von Handel und Dienstleistung auf dem Gelände des ehemaligen Schlachthofes in Goslar an der Okerstr. 32 entwickelt. Durch Förderungen und Umsatz werden im Integrationsbetrieb bis zu 12 neue sozialversicherungspflichtige Arbeitsplätze geschaffen, davon sechs Stellen für Menschen mit Schwerbehinderung.

Die Goslarschen Höfe sind ein attraktiver, lebendiger Ort für die Stadt, für Junge und Alte, Arme und Begüterte. Sie kommen, um ihren Alltag zu bereichern und erleichtern - durch Waren, Beratung und Begegnung. Ja auch Beratung hat hier ihren Platz; vielleicht um Hilfe bei der Reparatur von Artikeln (Repairladen) zu bekommen oder einen Rat bei der Lösung von speziellen persönlichen Problemen. Eine Gruppe von 60 Ehrenamtlichen, arbeitet daran, dass Menschen aus unterschiedlichen Schichten hier gerne einkaufen.
Die Goslarschen Höfe werden anziehend wirken durch ihre Präsentation, die unterschiedlichen Angebote und die kundenfreundlichen und kommunikationsstarken Mitarbeitenden.

Kunstausstellung und Kunstauktionen sind als Teil des Angebotes der Goslarschen Höfe vorgesehen, wobei eng mit der Kreativabteilung der Tagesstätte für seelisch verwundete Menschen in Goslar kooperiert wird. Hier werden Bilder und andere Kunstwerke von Menschen verkauft und versteigert werden, die oft als Beeinträchtigt bezeichnet werden, und  dennoch so Wertvolles schaffen können.

Zur Erreichung des Zieles, Einkaufsmöglichkeit für Menschen mit schmalen und mit breiterem Geldbeutel zu schaffen, sind auf dem alten Schlachthof in Goslar Gebäude langfristig angemietet worden, die insgesamt ca. 800 qm Verkaufsfläche umfassen.

Zu den großen Förderern dieses Projektes zählen Aktion Mensch, Niedersächsisches Landesamt für Soziales (Integrationsamt) und der Landkreis Goslar.

Kaufhaus, Gemüseladen und Café mit Kaffeerösterei und Teeverkostung sind verbunden mit City-Bike, in dem Fahrräder repariert und erworben werden können und den Werkstätten zur Holzbearbeitung, Malerwerkstatt, Trockenbau, Bügelstube, Schneiderei etc. Immer geht es darum unter fachkundiger Anleitung von Meistern und Spezialisten seelisch verwundeten Menschen die Beteiligung am Wertschöpfungsprozess zu ermöglichen.

Keiner soll ausgegliedert werden, und zusätzlich werden Ressourcen geschont, weil durch die Aufarbeitung vorhandener Waren der Müllanfall vermindert und zugleich Schönes geschaffen wird. Damit aber nicht genug; auch bei der Energiegewinnung sollen neu Wege gegangen werden, in dem erneuerbare Energien verwendet werden und ein Konzept gemeinsam mit dem gesamten umliegenden Quartier geschaffen wird (Feuerwehr, Seniorenheim etc.)
Das Hofcafé  soll mit seinem Angebot von Tagesmahlzeit, Getränke, Kuchen und Kaffee auch eine Qualifizierung von jungen Menschen für die Gastronomie ermöglichen.

Noch bevor es Winter wird sollen möglichst alle Bereiche der „Goslarschen Höfe“ ihr Tore geöffnet haben.

Kontakt:

Goslarsche Höfe
Okerstr. 32, 38640 Goslar
Tel. 05321 345024
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www.goslarsche-hoefe.de