Entwicklung des Kaiserpfalz-Quartiers

 

Im April 2014 wurden die Überlegungen zu einer möglichen Ansiedlung eines innerstädtischen Shopping-Centers zusammen mit dem Investor ECE aus Hamburg auf dem Areal der ehemaligen Bundesgrenzschutzkaserne vis-à-vis zur Kaiserpfalz zu den Akten gelegt.

Im August 2015 unterzeichneten Herr Oberbürgermeister Dr. Junk und Herr Hans-Joachim Tessner als Geschäftsführer der ortsansässigen TesCom GmbH & Co. KG Gesellschaft für Kapital und Grundbesitz eine erste Entwicklungsvereinbarung.

Diese räumte dem Investor das exklusive Recht der Entwicklung des Areals mit einer Fläche von knapp 30.000 m² über einen Zeitraum von zwei Jahren ein.


Nutzungsmöglichkeiten

Als zukünftige Nutzungselemente standen neben einem Museum (Abbildung der Reihenfolge von Kaiserringträgern seit Gründung des Kunstpreises) und einem Hotel auch Überlegungen in Richtung eines multifunktionalen Tagungsraums sowie die Attraktivierung des derzeit als Parkplatz genutzten Bereiches hinter der Domvorhalle, dem ehemaligen Standort der Stiftskirche St. Simon und Judas, im Fokus. Von vornherein ausgeschlossen wurde die Ansiedlung von großflächigem Einzelhandel.

In einem weiteren Schritt wurde das Büro „Ackers Partner Städtebau“ aus Braunschweig mit der städtebaulichen Begutachtung und Bewertung der Entwicklungsfläche beauftragt.

Aufgaben des städtebaulichen Gutachtens sind die Integration des Entwicklungsareals in das funktionale und städtebauliche Gefüge der Altstadt und eine strukturelle Aufwertung des Umfelds. Bei der Projektplanung ist die herausragende stadt- und kulturgeschichtliche Bedeutung der Kaiserpfalz mit besonderer Sorgfalt zu berücksichtigen.

Mit der Studie prüft die Stadt Goslar, ob die qualitativen und quantitativen Rahmenbedingungen für ein Projekt gegeben sind, das die eventuellen Nutzungselemente Wohnen, Hotel, Kultur und Tourismus vorsieht.

Dies erfolgt vor dem Hintergrund, dass angesichts der hohen Bedeutung von Kaiserpfalz, Goslarer Altstadt und Rammelsberg als Weltkulturerbe höchste Anforderungen an eine zukünftige Bebauung und Nutzung zu stellen sind. Die Einordnung in einen erlebbaren Zusammenhang von Stadtraum, Stadtbild und Atmosphäre ist Voraussetzung, um die ästhetische Identität Goslars zu wahren.

Die Basis für das städtebauliche Gutachten bildet das Integrierte Stadtentwicklungskonzept, hier vor allem das Stadtteilkonzept für die Altstadt.

Wesentlicher Bestandteil der gutachterlichen Tätigkeit war in diesem Zusammenhang auch eine breite Bürgerbeteiligung mithilfe eines Partizipationskonzeptes. Vor diesem Hintergrund waren die Durchführung von „Foren“ und „Werkstätten“ mit unterschiedlichen sachstandsbezogenen Inhalten vorgesehen:

Forum 1: Auftaktveranstaltung
Werkstatt 1: Erwartungen
Werkstatt 2: Kriterien der Entwicklung
Forum 2: Konzepte

Forum 1 - Auftaktveranstaltung

Am 13.10.2015 fand das Forum I als öffentliche Auftaktveranstaltung im Konferenzbereich auf dem Energie-Campus statt. Ziel der Veranstaltung war die Darreichung von Sachinformationen sowie die Darstellung von Herausforderungen, Positionen und Zielen im Prozess. Dies soll insgesamt der Vertrauensbildung für den Planungsprozess dienen und die Identifikation von Bürgerinnen und Bürgern mit dem Projekt fördern.

Werkstatt 1 - Erwartungen

Am 03.03.2016 fand im Konferenzbereich II auf dem Energie-Campus die Werkstatt 1 mit dem Titel „Erwartungen“ statt. Ziel dieser Veranstaltung war es, den interessierten Bürgerinnen und Bürgern der Stadt Goslar einen Überblick über die Potenziale des Ortes sowie die Gestaltungsspielräume zu vermitteln und ihre persönlichen Erwartungen an dieses Projekt zu diskutieren.

Vor diesem Hintergrund fand zunächst eine Eingangsbefragung zu den besonderen Chancen des Kaiserpfalzquartiers und zu den größten Herausforderungen in Bezug auf das Projekt statt. Im weiteren Verlauf der Werkstatt wurden durch das Büro Ackers Partner Städtebau aus Braunschweig wesentliche Informationen zur Entwicklung des Areals gegeben, um die Teilnehmerinnen und Teilnehmer auf die Bearbeitung der folgenden Aufgabenstellungen vorzubereiten. Natürlich bestand in diesem Zusammenhang auch die Möglichkeit, Fragen zu stellen. Anschließend hatten alle Beteiligten die Gelegenheit, ihre Ideen zu den für das Projekt bedeutsamen Fragestellungen, die aktuell auch die Projektbeteiligten beschäftigen, in ihren Gruppen zu diskutieren und entsprechende Vorschläge zu erarbeiten.

Aufgabe 1 beschäftigte sich hierbei mit den ersten vorliegenden Entwurfsvarianten und der Frage, welcher die größten Potenziale für das Quartier eingeräumt werden.

Aufgabe 2 hatte die Wiederherstellung der ursprünglich durch die Wallanlagen gewährleisteten Grünverbindung zum Inhalt.

Aufgabe 3 befasste sich vor dem Hintergrund der zukünftigen Nutzung des Domplatzes mit der Frage, wo auf dem Areal oder in dessen unmittelbarer Nähe Ankunft und Abholung der Bustouristen stattfinden und wo die Busse während des Aufenthalts in der Stadt abgestellt werden könnten.

Nach einer Bearbeitungszeit von ca. 60 Minuten wurden die Ergebnisse der einzelnen Gruppen im Forum vorgestellt und diskutiert. Zum Abschluss der Veranstaltung erfolgte ein Resümee durch Professor Ackers. Hier können Sie sich die Zusammenfassung der Ergebnisse anschauen.

An dieser Stelle nochmals vielen Dank an alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer für eine konstruktive und spannende Werkstatt 1.

Ausschuss für Wirtschaftsförderung, Stadtentwicklung und Weltkulturerbe am 06.04.2016

Am 06.04.2016 wurde im  Ausschuss für Wirtschaftsförderung, Stadtentwicklung und Weltkulturerbe der aktuelle Sachstand zur Entwicklung des Kaiserpfalzquartiers durch Prof. Ackers (Ackers Partner Städtebau) öffentlich vorgestellt. Im Folgenden wurden im Rahmen der Einwohnerfragestunde weitere Fragen zur Präsentation von Prof. Ackers an den Ausschuss gerichtet.

Werkstatt 2 – Kriterien der Entwicklung

„Kriterien der Entwicklung“, so lautete der Titel der am 14.06.2016 im Amsdorfhaus durchgeführten zweiten Werkstatt im Rahmen der Entwicklung des Kaiserpfalzquartiers. In der Werkstatt I, im März 2016, wurden die ersten vorliegenden Entwurfsvarianten bezüglich der Frage, welcher die größten Potenziale für das Quartier eingeräumt werden, diskutiert. Weitere bedeutsame Themen waren hier die Wiederherstellung der ursprünglichen Grünverbindung sowie der Umgang mit den Reisebussen. Darauf aufbauend galt es in der Werkstatt II das städtebauliche Zielkonzept, das sich aus den im Verfahren formulierten Anforderungen ergab, zu bewerten.

Als Grundlage für eine Bewertung erhielten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer zunächst einen Überblick über den aktuellen Stand der Entwicklung, das Zielkonzept sowie weitere relevante Informationen durch den von Prof. Ackers (Ackers Partner Städtebau) gehaltenen Einführungsvortrag. Anschließend wurden in den fünf Arbeitsgruppen die folgenden Aufgabenstellungen bearbeitet:

Aufgabe 1: Bewerten Sie das empfohlene Konzept in Bezug auf Lage und Ausformung der verschiedenen Nutzungen sowie der Ausbildung öffentlicher Räume – auch im Vergleich zu den favorisierten Konzepten aus der Werkstatt I!

Aufgabe 2: Entwickeln Sie Ziele und Ideen für die Gestaltung, Nutzung und Atmosphäre des Domparks und des Kunstforums! Arbeiten Sie vor allem den Unterschied zwischen beiden heraus! Mit den städtebaulichen Studien wurden die Gestaltungsspielräume ausgelotet. Aus dieser konkreteren Ausformung lassen sich realisierbare Qualitäten erkennen und Schlussfolgerungen ziehen. Aufgabe ist es nun die wesentlichen Ziele und Kriterien herauszuarbeiten.

Aufgabe 3: Was sind die wesentlichen Elemente, die als eine Art Leistungskatalog für den Investor formuliert werden müssen (Sichtbeziehungen, Wegeverbindungen, maximale Gebäudehöhen, atmosphärische Ziele, Mindestanforderung Nutzung, …)?

Im Anschluss an die Arbeitsphase wurden die ausgearbeiteten Ergebnisse durch ein Mitglied der jeweiligen Arbeitsgruppe im Forum vorgestellt und es bestand die Möglichkeit einer offenen Diskussion. Darüber hinaus hatten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer die Gelegenheit  Fragen zu den Planungen an Frau Morese (Ackers Partner Städtebau) zu richten. Hier finden Sie eine Zusammenfassung der Ergebnisse.

Wir bedanken uns bei allen Teilnehmerinnen und Teilnehmern für eine ideenreiche und interessante Werkstatt II.

Forum 2 - Rahmenkonzept

Am 22.08.2016 fand das Forum II im Zusammenhang mit der Erstellung des städtebaulichen Gutachtens als öffentliche Informationsveranstaltung im Lindenhof in Goslar statt. Nach einführenden Grußworten durch Herrn Oberbürgermeister Dr. Junk wurde den anwesenden interessierten Bürgerinnen und Bürgern durch Herrn Prof. Ackers vom Büro Ackers Partner Städtebau der aktuelle Stand im Entwicklungsprozess sowie das daraus resultierende städtebauliche Zielkonzept für das Areal vorgestellt. Im Anschluss an die Präsentation hatten die Anwesenden die Gelegenheit, Statements abzugeben oder auch Fragen zum vorgestellten Konzept an Herrn Prof. Ackers zu adressieren. Den Abschluss der Veranstaltung bildete eine Podiumsdiskussion unter Moderation von Herrn Becker als Projektverantwortlicher auf Seiten der Stadt Goslar, unter Mitwirkung von Herrn Holste als Vertreter des Investors (Geschäftsführer der TesCom), Herrn Henkel als Kultursachverständiger (Direktor der Stiftung Braunschweigischer Kulturbesitz), Herrn Schürholt als Hotelsachverständiger (Vorsitzender der DeHoGa Goslar), Herrn Prof. Ackers (Ackers Partner Städtebau) und Herrn Oberbürgermeister Dr. Junk. Den Podiumsteilnehmern war es wichtig zu vermitteln, welche Chance und positive Effekte eine Realisierung des vorgestellten städtebaulichen Konzepts für das Areal selbst, aber auch für die Stadt in ihrer Gesamtheit sowohl regional als auch überregional bedeuten würde.

Wir bedanken uns bei allen anwesenden Bürgerinnen und Bürgern und den am Prozess Beteiligten für die konstruktive und sachliche Atmosphäre an diesem Abend und für die im Prozessverlauf eingebrachten Hinweise und Anregungen.

Die vorgestellte Präsentation finden Sie weiter unten auf dieser Seite unter dem Abschnitt „Präsentationen“.

Ausschuss für Wirtschaftsförderung, Stadtentwicklung und Weltkulturerbe am 31.08.2016

In der Sitzung des Ausschusses für Wirtschaftsförderung, Stadtentwicklung und Weltkulturerbe am 31.08.2016 stellte Herr Prof. Ackers (Ackers Partner Städtebau) basierend auf den bisherigen Untersuchungs- und Analyseergebnissen den aktuellen Sachstand zum städtebaulichen Gutachten und dem daraus resultierenden städtebaulichen Zielkonzept vor.

Ausschuss für Wirtschaftsförderung, Stadtentwicklung und Weltkulturerbe am 06.12.2016

In der gemeinsamen Sitzung des Ausschusses für Wirtschaftsförderung, Stadtentwicklung und Lebensraum im Welterbe und des Ausschusses für Weltkulturerbe, Stadtgeschichte und Kultur am 06.12.2016 wurde durch Herrn Prof. Ackers (Ackers Partner Städtebau) zusammenfassend der Prozess, die daraus resultierenden Ergebnisse sowie die Schlussfassung des städtebaulichen Zielkonzepts vorgestellt.

Sitzung des Rates der Stadt Goslar am 20.12.2016

In seiner letzten Sitzung im Jahr 2016 hat der Rat der Stadt Goslar am 20.12.2016 das vom Büro Ackers Partner Städtebau erarbeitet städtebauliche Zielkonzept als Grundlage für die weiteren Planungen auf dem Areal des Kaiserpfalzquartiers beschlossen. Gleichzeitig hat der Rat die Verwaltung mit der Verhandlung einer weiterführenden Absichtserklärung zur gemeinsamen Realisierung der Entwicklung des Kaiserpfalzquartiers im Sinne des städtebaulichen Zielkonzeptes mit der TesCom GmbH & Co. KG beauftragt. Aufgabe der Verwaltung ist es darüber hinaus die weiteren Prozessschritte (u. a. Schaffung Planungsrecht, Grundstücksveräußerung, Prozessentwicklung Umgestaltung ehemaliger Standort Stiftskirche, Akquirierung Fördermittel) zu veranlassen. Die dazugehörige Sitzungsvorlage können Sie unter folgendem Link abrufen: http://www.goslar.sitzung-online.de/bi/to020.asp?TOLFDNR=25345

Das Jahr 2017...

… stand ganz im Zeichen intensiver Gespräche und Verhandlungen zwischen der Stadt Goslar, der Hans-Joachim Tessner-Stiftung und der TesCom GmbH & Co. KG zur Realisierung des gemeinsamen Vorhabens. Inhaltlich ging es zum einen um die Konkretisierung und Verfeinerung der im städtebaulichen Zielkonzept hinterlegten Nutzungselemente und zum anderen um die Abgrenzung der Zuständigkeiten für die Entwicklung der einzelnen Teilbereiche des Areals. Diese und weitere wesentliche Aspekte der zukünftigen Zusammenarbeit wurden schließlich in der weiterführenden 2. Entwicklungsvereinbarung zwischen der Stadt Goslar, der Hans-Joachim Tessner-Stiftung und der TesCom GmbH & Co. KG zusammengeführt.

Im Ergebnis sieht diese 2. Entwicklungsvereinbarung nunmehr anstelle eines Museums den Bau eines multifunktionalen Kulturforums für Veranstaltungen, Tagungen etc. vor. Überaus erfreulich und dankenswert ist in diesem Zusammenhang, dass sich der Investor mit dieser Vereinbarung zum Bau des Kulturforums mit 6,5 Mio. EUR und zur Übernahme eines jährlichen Betriebskostenzuschusses in Höhe von 200.000 EUR für einen Zeitraum von 20 Jahren verpflichtet hat.

Nach Abschluss der Verhandlungsgespräche wurde das Ergebnis in einer erneut gemeinsamen Sitzung des Ausschusses für Wirtschaftsförderung, Stadtentwicklung und Lebensraum im Welterbe und des Ausschusses für Weltkulturerbe, Stadtgeschichte und Kultur am 06.12.2017 den politischen Vertretern vorgestellt und am 19.12.2017 vom Rat der Stadt Goslar beschlossen.

Nur einen Tag später am 20.12.2017 wurde diese 2. Entwicklungsvereinbarung bereits von Herrn Oberbürgermeister Dr. Junk und Herrn Tessner unterzeichnet und der nächste Grundstein für die weitere Zusammenarbeit und die gemeinsame Realisierung dieses herausragenden Projektes gelegt.

Stand im Projekt Anfang 2018

Auf der Grundlage der 2. Entwicklungsvereinbarung fanden im 1. Quartal 2018 weitere Abstimmungsgespräche zum weiteren Vorgehen unter den Beteiligten statt und nächste Arbeitsschritte wurden veranlasst. Insbesondere ging es um die Beauftragung des Büros Ackers Partner Städtebau mit der Durchführung der anstehenden Architektenwettbewerbe, die Beauftragung der ergänzenden Verkehrsuntersuchung zum Schwerpunktthema Verlagerung Bustourismus sowie weiteren Gesprächen zur Akquirierung von Fördermitteln.

Darüber hinaus fand am 15.03.2018 eine weitere Sitzung der Lenkungsgruppe statt, in der über den aktuellen Projektstand sowie über die weiteren Schritte berichtet wurde.

Zweites, drittes und viertes Quartal 2018

Das zweite und dritte Quartal standen ganz im Zeichen der Umsetzung der Entwicklungsaufträge. Daher fand eine Vielzahl von Gesprächen, unter anderem mit dem Gutachterbüro WVI, welches mit der Durchführung der ergänzenden Verkehrsuntersuchung beauftragt wurde, dem Büro Ackers Partner Städtebau sowie weiteren Beteiligten statt. Außerdem wurde das Büro Morese Architekten in das Projekt eingebunden, um eine erste Einschätzung hinsichtlich der Kosten und der Größe der Multifunktionshalle vorzunehmen.
Parallel dazu wurde auch das Thema Fördermittel weiter forciert. In diesem Zusammenhang fand am 06.06.2018 ein Besuch von Umweltminister Olaf Lies, welcher für das Städtebauförderprogramm zuständig ist, in Goslar statt. Bei dieser Gelegenheit konnte das Areal besichtigt und das Projekt vorgestellt werden. Weitere Gespräche hinsichtlich möglicher Fördermittel, insbesondere aus dem Städtebauförderprogramm „Zukunft Stadtgrün“, erfolgten in Hannover. Im Ergebnis wurde die Niedersächsische Landgesellschaft (NLG) mit der Durchführung der vorbereitenden Untersuchung beauftragt. Die Ergebnisse der Untersuchung wurden im Rahmen einer Bürgerinformationsveranstaltung am 26.07.2018 vorgestellt.

Da die Fördermittelakquise ein wichtiger Projektbestandteil ist, wurde darüber auch in der Sitzung der Lenkungsgruppe am 08.08.2018 berichtet. Weitere Themen der Lenkungsgruppe waren die Vorstellung erster Punkte zur ergänzenden Verkehrsuntersuchung durch die Büros WVI und BPR sowie die Darstellung der betrachteten Möglichkeiten in Bezug auf die Multifunktionshalle (zukünftige Nutzung, Größenordnung 500, 750, 1.200 Personen, Ausbaustandard) durch das Büro Ackers Partner Städtebau.

Nachdem die notwendigen Vorarbeiten hinsichtlich der Multifunktionshalle (Erarbeitung des Raumprogrammes, Überprüfung des Gesamtvolumens, erste grobe Kostenschätzung) abgeschlossen sind, wurde mit der Sitzungsvorlage 2018/213 (http://www.goslar.sitzung-online.de/bi/vo020.asp?VOLFDNR=5145) der Beschlussvorschlag hinsichtlich der Größenordnung auf den Weg gebracht. Im Ergebnis hat der Rat der Stadt Goslar sich in seiner Sitzung am 11.09.2018 mehrheitlich für die Größenordnung 500 Sitzplätze ausgesprochen und damit die Grundlage für die Initiierung der weiteren Projektschritte geschaffen.

Doch nicht nur die Größenordnung der Multifunktionshalle war im dritten Quartal ein wichtiges Thema. Zeitgleich fanden verschiedenste Gespräche mit den Projektbeteiligten statt und die ergänzende Verkehrsuntersuchung wurde durch die WVI GmbH erarbeitet. Der Zwischenbericht zu dieser Untersuchung wurden im Rahmen der Lenkungsgruppensitzung am 30.10.2018 vorgestellt. Darüber hinaus konnte in der Sitzung auch über die Vorbesprechung des Planungsstandes vom 25.10.2018 mit ICOMOS, dem NLD (Niedersächsisches Landesamt für Denkmalpflege) und weiteren Beteiligten berichtet und die anstehenden Projektschritte vorgestellt werden.
Ein wesentlicher Schritt war die Vorbereitung des Architektenwettbewerbes durch das Büro Ackers Partner Städtebau. In diesem Zusammenhang fanden Anfang Dezember 2018 drei Vorstellungstermine mit namhaften Architekturbüros statt, um eine Vorauswahl für den Wettbewerb zu treffen. Im Anschluss an die Gespräche wurden von den eingeladenen Büros insgesamt sechs ausgewählt, welche Anfang Januar 2019 die Auslobungsunterlagen und damit die Möglichkeit zur Teilnahme am Wettbewerb erhalten haben.

Erstes Halbjahr 2019

Das erste Halbjahr 2019 stand ganz im Zeichen des Architekturwettbewerbes. Nachdem die mit dem Preisgericht abgestimmten Auslobungsunterlagen Anfang Januar an die teilnehmenden Büros versendet wurden, fand am 28.01.2019 das Rückfragenkolloquium satt. Zudem hatten die Büros an diesem Tag die Möglichkeit das Areal zu besichtigen, um vor Ort einen Eindruck gewinnen zu können. In einem gemeinsamen Pressegespräch berichteten der Investor, die Stadt Goslar und das Büro Ackers Partner Städtebau am 06.02.2019, dass sechs renommierte Architekturbüros die Zukunft des Quartiers gestalten wollen und bis Ende März Zeit haben ihre Entwürfe abzugeben.

Parallel dazu liefen die Vorbereitungen für die Georadarmessungen auf dem Domplatz und auf definierten Testflächen auf dem Parkplatz Kaiserpfalz Süd. Diese wurden in der Zeit vom 20. bis 22.03.2019 durchgeführt. Der Ausblick auf diese Untersuchungen war nur ein Thema in der Sitzung der Lenkungsgruppe am 20.03.2019. Darüber hinaus gab Herr Prof. Ackers vom Büro Ackers Partner Städtebau einen Überblick über den derzeitigen Stand des Hochbauwettbewerbes und einen Abriss der nächsten Schritte, wie z. B. die Preisgerichtssitzung am 15.05.2019. Außerdem wurde über den Sachstand zum B-Planverfahren und den Endbericht der Verkehrsuntersuchung sowie über weitere Themen berichtet.

Am 15.05.2019 war es dann so weit. Die Jury, in welcher neben Vertretern der Investorenseite und namhaften Architekten auch Herr Prof. Burkhardt als Vertreter von ICOMOS und Frau Dr. Krafczyk, die Präsidentin des Niedersächsischen Landesamtes für Denkmalpflege, ver-treten waren, setzte sich in der Preisgerichtssitzung intensiv mit den von

eingereichten Entwürfen auseinander. In einer bis in die Abendstunden andauernden Diskus-sion wurde das Für und Wider der eingereichten Ideen diskutiert und abgewogen. Am Ende dieser Debatte gab es mit Auer Weber und Nieto Sobejano Arquitectos zwei erste Plätze. Der dritte Platz ging an Waechter + Waechter Architekten und ein Anerkennungspreis an Staab Architekten. Doch damit war der Wettbewerb noch nicht beendet. Die konzentrierte Auseinandersetzung mit den Entwürfen sowie die verschiedenen Perspektiven der Jurymitglieder hatten vielfältige Hinweise und verschiedene Überarbeitungspotenziale für die beiden Siegerentwürfe zum Ergebnis. Diese wurden den beiden erstplatzierten Büros in einem Briefing auf den Weg gegeben. Auf dieser Grundlage haben Auer Weber und Nieto Sobejano nun die Möglichkeit ihre Entwürfe zu überarbeiten.

Ein weiterer wesentlicher Meilenstein im Projekt war die Eröffnung der Ausstellung der Ergebnisse aus dem Architekturwettbewerb am 05.06.2019 im Goslarer Museum. Die TesCom GmbH und Co. KG und die Stadt Goslar haben alle Interessierten dazu eingeladen, an diesem Abend die Chance zu nutzen, sich direkt mit den Architekten von Auer Weber sowie Nieto Sobejano über die Entwürfe zu unterhalten und Fragen zu stellen. Die Ausstellung im Goslarer Museum in der Königstraße 1 kann noch bis zum 28.07.2019, dienstags bis sonntags in der Zeit von 10:00 bis 17:00 Uhr besichtigt werden.

Doch nicht nur der Hochbauwettbewerb und die Vorbereitung des Freiraumwettbewerbes für die landschaftsarchitektonische Gestaltung des Domplatzes, die Auswahl und Auslosung der teilnehmenden Büros oder der Versand der Auslobungsunterlagen für diesen Wettbewerb waren für die Projektbeteiligten wichtige Themen.

In einem Pressegespräch am 12.06.2019 stellte Herr Dr. Geschwinde vom Niedersächsischen Landesamt für Denkmalpflege die Ergebnisse der Georadarmessungen auf dem Domplatz vor. Anschließend wurden diese auch im Rahmen der Lenkungsgruppensitzung sowie in der sich anschließenden Sitzung des Ausschusses für Wirtschaftsförderung Stadtentwicklung und Lebensraum im Welterbe vorgestellt.

Ausblick

Die Chance das Entwicklungsareal zu besichtigen und offene Fragen zum Freiraumwettbewerb für den Domplatz zu klären haben die 12 teilnehmenden Büros, von denen sechs gesetzt und sechs weitere gelost wurden, Ende Juli 2019. An diesem Tag findet das Rückfragenkolloquium statt, bevor mit der Erarbeitung der Konzepte begonnen wird. Abgabetermin für die Entwürfe ist Ende September 2019. Die Preisgerichtssitzung für diesen Wettbewerb findet im November 2019 statt. Und wann endet der Hochbauwettbewerb? Hier wird am 27.08.2019 in einer zweiten Preisgerichtssitzung die Entscheidung zwischen den beiden erstplatzierten Entwürfen fallen.

Das Areal

Gutachten

 

Präsentationen

Weitere Informationen

Es besteht die Möglichkeit, Anregungen und Fragen direkt bei den Ansprechpartnern der Stadt Goslar vorzubringen.

Ansprechpartner bei der Stadt Goslar:
Stadt Goslar - Fachdienst Wirtschaftsförderung und strategische Entwicklung
Dirk Becker, Tel. 05321 704-200, E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!
Rosemarie Walter, Tel. 05321 704-343, E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

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