Entwicklung des Kaiserpfalzquartiers

Wussten Sie, ...

… dass die Entwicklung für das Kaiserpfalzquartier bereits auf einen mehrjährigen intensiven Planungsprozess zurückblicken kann? Das sogenannte Kaiserpfalzquartier befindet sich in unmittelbarer Nachbarschaft zur Goslarer Kaiserpfalz und damit im Bereich des UNESCO Weltkulturerbes. Aufgrund der sehr hohen Qualitätskriterien, der einzigartigen Lage sowie der vielen zu berücksichtigenden Anforderungen stellt dieses Projekt eine besondere Herausforderung für alle beteiligten Akteure dar. Seien Sie herzlich eingeladen, im Folgenden tiefer in das Projekt einzutauchen.

Nieto Sobejano - Perspektive vorne

Foto: Nieto Sobejano Architectos GmbH

Jahr 2019

Das erste Halbjahr 2019 stand ganz im Zeichen des Architekturwettbewerbes. Nachdem die mit dem Preisgericht abgestimmten Auslobungsunterlagen Anfang Januar an die teilnehmenden Büros versendet wurden, fand am 28.01.2019 das Rückfragenkolloquium satt. Zudem hatten die Büros an diesem Tag die Möglichkeit das Areal zu besichtigen, um vor Ort einen Eindruck gewinnen zu können. In einem gemeinsamen Pressegespräch berichteten der Investor, die Stadt Goslar und das Büro Ackers Partner Städtebau am 06.02.2019, dass sechs renommierte Architekturbüros die Zukunft des Quartiers gestalten wollen und bis Ende März Zeit haben ihre Entwürfe abzugeben.

Parallel dazu liefen die Vorbereitungen für die Georadarmessungen auf dem Domplatz und auf definierten Testflächen auf dem Parkplatz Kaiserpfalz Süd. Diese wurden in der Zeit vom 20. bis 22.03.2019 durchgeführt. Der Ausblick auf diese Untersuchungen war nur ein Thema in der Sitzung der Lenkungsgruppe am 20.03.2019. Darüber hinaus gab Herr Prof. Ackers vom Büro Ackers Partner Städtebau einen Überblick über den derzeitigen Stand des Hochbauwettbewerbes und einen Abriss der nächsten Schritte, wie z. B. die Preisgerichtssitzung am 15.05.2019. Außerdem wurde über den Sachstand zum B-Planverfahren und den Endbericht der Verkehrsuntersuchung sowie über weitere Themen berichtet.

Am 15.05.2019 war es dann so weit. Die Jury, in welcher neben Vertretern der Investorenseite und namhaften Architekten auch Herr Prof. Burkhardt als Vertreter von ICOMOS und Frau Dr. Krafczyk, die Präsidentin des Niedersächsischen Landesamtes für Denkmalpflege, vertreten waren, setzte sich in der Preisgerichtssitzung intensiv mit den von

eingereichten Entwürfen auseinander. In einer bis in die Abendstunden andauernden Diskussion wurde das Für und Wider der eingereichten Ideen diskutiert und abgewogen. Am Ende dieser Debatte gab es mit Auer Weber und Nieto Sobejano Arquitectos zwei erste Plätze. Der dritte Platz ging an Waechter + Waechter Architekten und ein Anerkennungspreis an Staab Architekten. Doch damit war der Wettbewerb noch nicht beendet. Die konzentrierte Auseinandersetzung mit den Entwürfen sowie die verschiedenen Perspektiven der Jurymitglieder hatten vielfältige Hinweise und verschiedene Überarbeitungspotenziale für die beiden Siegerentwürfe zum Ergebnis. Diese wurden den beiden erstplatzierten Büros in einem Briefing auf den Weg gegeben. Auf dieser Grundlage haben Auer Weber und Nieto Sobejano nun die Möglichkeit ihre Entwürfe zu überarbeiten.

Ein weiterer wesentlicher Meilenstein im Projekt war die Eröffnung der Ausstellung der Er-gebnisse aus dem Architekturwettbewerb am 05.06.2019 im Goslarer Museum. Die TesCom GmbH und Co. KG und die Stadt Goslar haben alle Interessierten dazu eingeladen, an die-sem Abend die Chance zu nutzen, sich direkt mit den Architekten von Auer Weber sowie Nieto Sobejano über die Entwürfe zu unterhalten und Fragen zu stellen. Die Ausstellung im Goslarer Museum in der Königstraße 1 konnte bis zum 28.07.2019, dienstags bis sonntags in der Zeit von 10:00 bis 17:00 Uhr besichtigt werden.

Doch nicht nur der Hochbauwettbewerb und die Vorbereitung des Freiraumwettbewerbes für die landschaftsarchitektonische Gestaltung des Domplatzes, die Auswahl und Auslosung der teilnehmenden Büros oder der Versand der Auslobungsunterlagen für diesen Wettbewerb waren für die Projektbeteiligten wichtige Themen.

In einem Pressegespräch am 12.06.2019 stellte Herr Dr. Geschwinde vom Niedersächsi-schen Landesamt für Denkmalpflege die Ergebnisse der Georadarmessungen auf dem Domplatz vor. Anschließend wurden diese auch im Rahmen der Lenkungsgruppensitzung sowie in der sich anschließenden Sitzung des Ausschusses für Wirtschaftsförderung Stadtentwicklung und Lebensraum im Welterbe vorgestellt.

Außerdem ging es auch im Freiraumwettbewerb mit großen Schritten voran. Die Chance, das Entwicklungsareal zu besichtigen und offene Fragen zum Wettbewerb für den Domplatz zu klären hatten die 12 teilnehmenden Büros, von denen sechs gesetzt und sechs weitere gelost wurden, Ende Juli 2019. An diesem Tag fand das Rückfragenkolloquium statt, bevor mit der Erarbeitung der Konzepte begonnen wurde. Abgabetermin für die Entwürfe ist Ende September 2019.

Während der Freiraumwettbewerb noch läuft, konnte der Hochbauwettbewerb am 27.08.2019 mit der zweiten Preisgerichtssitzung erfolgreich abgeschlossen werden. Nach einer intensiven Diskussion der Jury fiel die einstimmige Entscheidung zwischen den beiden Erstplatzierten zu Gunsten des Entwurfs von Nieto Sobejano. Dieser überzeugte laut dem Preisgerichtsvorsitzenden Kaspar Krämer auch aufgrund seiner stillen, vornehmen und edlen Haltung.

Zusätzlich zur Presseberichterstattung liefen hinter den Kulissen bereits die Vorbereitungen für die Bürgerinformationsveranstaltung am 03.09.2019 im Lindenhof, um die Goslarer Bürgerinnen und Bürger umfangreich über das Wettbewerbsergebnis zu informieren. Rund 250 Personen sind der Einladung gefolgt und haben an diesem Abend die Chance genutzt, ihre Fragen zu stellen. Begleitet wurde die Veranstaltung nicht nur von Herrn Prof. Ackers und Frau Morese (Ackers Partner Städtebau). Auch Herr Sobejano und Frau Smeaton waren vor Ort und haben ihren Entwurf erläutert.

Ausblick

Auf Grundlage des Siegerentwurfes aus dem Hochbauwettbewerb wird nun weiter am neuen Bebauungsplan gearbeitet, welcher im Sommer 2020 vom Rat der Stadt Goslar beschlossen werden soll. Und auch den am Freiraumwettbewerb teilnehmenden Büros wurde dieser Entwurf zur Verfügung gestellt, um ein schlüssiges Gesamtkonzept erarbeiten zu können.

Nach Abgabe der Entwürfe und Vorprüfung durch das Büro Ackers Partner Städtebau findet am 07.11.2019 die Preisgerichtssitzung für den Freiraumwettbewerb statt.

Lesen Sie auf den folgenden Seiten mehr zum Prozessfortschritt in den vergangenen Jahren:

 

Das Areal

Gutachten

 

Präsentationen

Weitere Informationen

Es besteht die Möglichkeit, Anregungen und Fragen direkt bei den Ansprechpartnern der Stadt Goslar vorzubringen.

Ansprechpartner bei der Stadt Goslar:
Stadt Goslar - Fachdienst Wirtschaftsförderung und strategische Entwicklung
Dirk Becker, Tel. 05321 704-200, E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!
Rosemarie Walter, Tel. 05321 704-343, E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

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