Informationen für Betroffene des Hochwassers vom Juli 2017

Im Juli wurde die Region von einem Hochwasser heimgesucht, das schwere Schäden angerichtet hat. Das Land Niedersachsen hat finanzielle Hilfe für die Menschen, Kommunen und Unternehmen zugesagt, die von der Flut betroffen sind. Die Stadt Goslar hat ihrerseits eine Zentrale Anlaufstelle eingerichtet, um die Betroffenen in Goslar zu beraten und unterstützen.

Zentrale Anlaufstelle für die Hochwasseropfer in der Stadt Goslar

Goslarer Bürgerinnen und Bürger, die durch das Hochwasser materielle Schäden erlitten haben, bekommen jetzt direkte Ansprechpartner in der Stadtverwaltung. Am Montag, 14. August, geht die kurzfristig eingerichtete „Zentrale Anlaufstelle für Hochwasseropfer in der Stadt Goslar“ an den Start. Sie hat die Aufgabe, die Anträge der Betroffenen auf Hochwassersoforthilfe des Landes entgegenzunehmen, zu beraten, zu prüfen, zu entscheiden und zahlbar zu machen. Die Anträge können bis zum 15. November 2017 bei der Stadt gestellt werden. Eine weitere Aufgabe der Anlaufstelle ist es, die Schäden zu er¬heben und dem Land zu melden, die an der Infrastruktur der Stadt Goslar entstandenen sind, beispielsweise an Straßen und Brücken. Entsprechende Erfassungen und Register werden aufgebaut. Derzeit wird mit einem Arbeitszeitraum von drei Monaten gerechnet.

Ihre Ansprechpartner, Hans-Joachim Bienert und Franziska Spandau, finden Betroffene im Hauptgebäude der Stadtverwaltung, Charley-Jacob-Straße 3, EG, Raum 00.036, zu den allgemeinen Öffnungszeiten oder nach Terminabsprache. Alternativ können sie via E-Mail, Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!, oder über die zentrale Hochwasser-Rufnummer (05321) 704300 Kontakt aufnehmen.

Das Antragsformular steht Sie hier als Papiervordruck zum Download bereit. Den ausgedruckten Vordruck bitte ausgefüllt und unterschrieben an die Stadtverwaltung senden. Alternativ werden die Formulare in den Bürgerbüros im Verwaltungsgebäude Charey-Jacob-Straße und im Bürgerbüro Vienenburg abholbereit zur Verfügung gestellt. Hier finden Sie die Richtlinie des Landes Niedersachsen für geschädigte Privathaushalte (Soforthilfe).

Da die Stadt Goslar in besonderer Weise vom Hochwasser betroffen ist, hat sie für Ihre Bürgerinnen und Bürger aus allen Ortsteilen eine eigene Anlaufstelle eingerichtet. Für die sieben anderen Kommunen des Landkreises Goslar – wie zum Beispiel Langelsheim, Bad Harzburg und Seesen – ist hingegen der Landkreis zuständig.

Weitere Informationen können der Internetpräsenz des Landes Niedersachsen entnommen werden:
www.hochwasser.niedersachsen.de.

 

Unternehmen können Antrag auf Landeshilfe stellen

Mindestschaden von 2000 Euro – Ansprechpartner bei NBank und Stadt

Nachdem zunächst Privatpersonen einen Antrag auf Hochwassersoforthilfe des Landes stellen konnten, hat das Land Niedersachsen jetzt ein entsprechendes Programm für Unternehmen und Angehörige freier Berufe aufgelegt. Die Richtlinie ist am vergangenen Freitag in Kraft getreten.

Für die Bewilligung der Hochwasserhilfe für Unternehmen und Freiberufler ist die N-Bank zuständig, die Investitions- und Förderbank Niedersachsen. Außerdem steht die „Zentrale Anlaufstelle für Hochwasseropfer in der Stadt Goslar“ beratend und unterstützend zur Seite. Ihre Ansprechpartner finden Betroffene aus Goslar im Hauptgebäude der Stadtverwaltung, Charley-Jacob-Straße 3, EG, Raum 00.036, zu den allgemeinen Öffnungszeiten oder nach Terminabsprache. Alternativ können sie via E-Mail, Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!, oder über die zentrale Hochwasser-Rufnummer (05321) 704300 Kontakt aufnehmen.

Bei Bewilligung wird ein sogenannter nicht rückzahlbarer Zuschuss bis maximal 50 Prozent der förderfähigen Ausgaben gewährt. Das bedeutet, die Mittel sind zweckgebunden und müssen nicht zurückgezahlt werden, wenn sie ordnungsgemäß zur Beseitigung der Hochwasserschäden verwendet werden. Eine der Bedingungen ist eine Schadenshöhe von mindestens 2000 Euro; eine Insolvenz vor Eintritt des Hochwassers ist hingegen ein Ausschlusskriterium. Kontaktdaten, die detaillierten Voraussetzungen für eine Förderung und das Antragsformular sind auf der Website der NBank (www.nbank.de) unter dem Stichwort „Hochwasser“ zu finden – entweder über die Suchleiste oder unter der Rubrik „Förderprogramme A-Z“.

In einem dritten Schritt soll vom Land Niedersachsen ein Förderprogramm erarbeitet werden, das bei Gebäudeschäden von Privathaushalten greifen soll.

 

Private können Hochwasserhilfe bei Gebäudeschäden beantragen

Das dritte Hilfspaket für Hochwasserschäden ist geschnürt. Ab sofort können Privatpersonen mit Gebäudeschäden einen Antrag auf Hochwasserhilfe des Landes stellen. Auch Hausratschäden sind in der Richtlinie nochmals enthalten. Das Land Niedersachsen hat nun die entsprechende Richtlinie veröffentlicht.

Nachdem Privatpersonen bisher nur Schäden am Hausrat geltend machen konnten, können sie nun auch finanzielle Hilfe beantragen, wenn das Hochwasser Schaden am Gebäude angerichtet hat. Gefördert werden die Instandsetzungen von Wohngebäuden und Brücken mit bis zu 80 Prozent. Alternativ kann eine pauschalisierte Leistung gewählt werden. Sie beträgt 30 Euro pro Quadratmeter bei Keller- und 50 Euro pro m² bei Wohnflächen sowie 500 Euro je Garage. Für die Wiederbeschaffung von Hausrat werden ausschließlich pauschalisierte Leistungen von bis zu 13.000 Euro für die erste Person im Haushalt gewährt – für weitere Personen sind 8500 bzw. 3500 Euro möglich. Die Mindestschadenshöhe beträgt 500 Euro.

Voraussetzung für die Gewährung ist ein nachgewiesener zukünftig hinreichender Versicherungsschutz gegen Elementarschäden. Sollte kein Versicherungsschutz möglich oder nicht wirtschaftlich vertretbar sein, ist auch das nachzuweisen. Bei bestehenden Elementarschutzversicherungen kann die Selbstbeteiligung gewährt werden. Die Anträge können bis zum 31. März 2018 bei der Stadt Goslar eingereicht werden, Bewilligungsstelle ist jedoch die NBank, die Investitions- und Förderbank Niedersachsen.

Ihre Ansprechpartner finden Betroffene aus dem Stadtgebiet bei der „Zentralen Anlaufstelle für Hochwasseropfer in der Stadt Goslar“ im Hauptgebäude der Stadtverwaltung, Charley-Jacob-Straße 3, EG, Raum 00.036, zu den allgemeinen Öffnungszeiten oder nach Terminabsprache. Alternativ können sie via E-Mail, Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!, oder über die zentrale Hochwasser-Rufnummer (05321) 704300 Kontakt aufnehmen.

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