Goslarer Straßennamenkatalog - Breiter Weg


Breiter Weg

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Der Breite Weg beginnt in Höhe des Feuerteichs als Verlängerung der Rammelsberger Straße. In seinem weiteren Verlauf kreuzt er die Kaisertorstraße und die Werenbergstraße. Er endet in einem Fuß- und Wanderweg zur Straße Am Stollen und zum Drachenfliegerlandeplatz. Von hier aus gelangt man in die herrlichen Goslarer Bergwiesen. Da dort aber reger Drachenund Gleitsegelflugbetrieb herrscht, sollte auf landende Fluggeräte geachtet werden. Das Haus Nr. 25 am Ende der Straße Richtung Bergwiesen ist zwar über den Breiten Weg zu erreichen, gehört aber postalisch zur Bergdorfstraße. Vom Breiten Weg zweigt auch die Straße Hainholz ab und ein Fußweg führt in die Kupferrauchgasse. Ungefähr bis zur Mitte verläuft die Straße stetig steigend, danach ist sie eben. Da es, besonders bei großer Hitze, etwas mühselig ist diesen anfangs immer steiler werdenden Weg zu begehen, haben die Bewohner des Gebietes Hainholz im Jahr 2011 eine Bank gestiftet. Diese steht zum Ausruhen nach dem ersten Viertel des Weges in Höhe der Einmündung zur Straße Hainholz für Fußgänger bereit.

Viel ist über den geschichtlichen Hintergrund dieser Straße nicht bekannt. Gemäß Aktennotiz im Straßenverzeichnis wurde der Breite Weg bereits 1706 erstmals erwähnt. In den Adressbüchern taucht er allerdings zum ersten Mal 1914 auf. Eine Besonderheit ist, dass er ebenfalls unter dem Namen Am Breiten Wege aufgeführt war und auch unter dieser Bezeichnung in den Adressbüchern von 1925 bis 1961 steht. Laut Ratsbeschluss vom 01.09.1961 wurde dann aus Am Breiten Wege vereinfacht „Breiter Weg“.

Man weiß, dass der Breite Weg früher als Viehtrift diente. Die Kohlengasse, die Kupferrauchgasse und die Hundegasse mündeten in den Breiten Weg ein. Diese herabführenden Hohlwege, die auch zu den Erzabfuhrwegen zählten, wurden über viele Jahrhunderte hinweg genutzt und endeten schließlich am Klaustor. Vermutlich war der Breite Weg im Verhältnis zu den kleinen Gassen wesentlich breiter und erhielt deswegen seinen Namen. Heute sticht die Straße dagegen nicht mehr durch besondere Breite hervor.

Quellen:

  • Griep, Hans-Günther; Harzer Legenden, Geschichte in Geschichten,S. 151
  • Info-Tafel an den Bergwiesen
  • Stadt Goslar, Bauamt; Straßenverzeichnis der Stadt Goslar
  • Aktennotiz, Goslarer Adressbücher

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Katalog für Goslar, Rammelsberg, Steinberg, Georgenberg, Sudmerberg und Ohlhof

Der Katalog ist das Ergebnis eines Projektes der Oskar-Kämmer-Schule in Zusammenarbeit mit dem örtlichen Jobcenter, das von der Stadt Goslar, der GMG, der Stadtbus Goslar GmbH und dem Heimatforscher Hans-Günther Griep unterstützt wurde. Ein Team aus 13 Projektteilnehmern hat sich mit der Historie und Namensgebung der Goslarer Straßen beschäftigt und erfasste Straßennamen, fotografierte Straßen, recherchierte bei Bedarf im Stadtarchiv und befragte Zeitzeugen.

Auch wenn das Projektteam stets einen hohen Qualitätsstandard vor Augen hatte, so erhebt dieser Katalog nicht den Anspruch, den Kriterien wissenschaftlichen Arbeitens zu genügen. Auch können Fehler inhaltlicher oder sonstiger Art leider nicht ausgeschlossen werden. Hierfür bitten wir um Verständnis.