Goslarer Straßennamenkatalog - Osterfeld


Osterfeld

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Östlich der Innenstadt liegt die Straße Osterfeld am gleichnamigen Festplatz. Sie beginnt am Reiseckenweg und verläuft halbkreisförmig zur Schützenallee. Von der Straße Osterfeld zweigen die Straßen Petersberg, Am Klusteich und Lilienberg ab. Die Straße ist, vom Reiseckenweg kommend, nur auf der linken Seite bebaut. Am südlichen Ende des Osterfeldes findet man das Hallen- und Freibad Aquantic und die Sportanlagen des Goslarer Sportclub von 1908 e.V..

Da das Osterfeld im Osten der Stadt liegt, wurde die Himmelsrichtung als Namensgebung beschlossen. Unter diesem Namen ist es bereits seit 1810 bekannt. Anzunehmen ist auch, dass es sich um ein brachliegendes Feld handelte.

Im Jahre 1302 wurde das Gebiet Osterfeld an die Stadt Goslar übergeben, davor gehörte es dem Petersbergstift. Mitte des 19. Jahrhunderts wurde die Straße vermutlich benannt.

Das Gelände Osterfeld wird heute für verschiedene Zwecke und Anlässe genutzt. Seit 1866 findet dort alljährlich das Goslarer Volksund Schützenfest statt. Um 1905 nutzten die Goslarer Jäger das Osterfeld als Exerzierplatz.

Das Schützenfest beginnt meist Ende Juni – Anfang Juli und dauert 10 Tage. Im Vergleich zu den Schützenfesten in vergangenen Jahrhunderten ist das heutige Schützenfest eine Mischung aus schnellen Fahrgeschäften, Ständen die für das leibliche Wohl sorgen, einer hauswirtschaftlichen Messe und einem Pott- und Krammarkt. Häufig taucht in der Vergangenheit das Wort „Freischießen“ in Zusammenhang mit dem Schützenfest auf. Es bedeutet, dass der Sieger des Schießens (Schützenkönig) für ein Jahr keine Steuern zahlen muss. Dieses ist heute nicht mehr der Fall.

Einige Male im Jahr gastieren auch Zirkusunternehmen in Goslar. Auch sie schlagen ihre Zelte auf dem Osterfeld auf. Weiterhin wird es als Großparkplatz, der kostenfrei ist, genutzt. In schneereichen Wintern werden im oberen Bereich die Schneemassen aus der Innenstadt abgeladen, damit diese den Verkehr in den schmalen Gassen in der inneren Altstadt nicht behindern.

Quellen:

  • Blume, Jürgen; Spurensuche – Goslar als Garnison des Goslarer Jägerbataillons (Goslarer Jäger) 1838 – 1945
  • Grundner-Culemann, Alexander; Die Flurnamen des Stadtkreises Goslar
  • Stadt Goslar, Bauamt; Straßenverzeichnis der Stadt Goslars
  • Stadtarchiv Goslar; UB III, 24
  • www.goslarer-schützen.de

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Katalog für Goslar, Rammelsberg, Steinberg, Georgenberg, Sudmerberg und Ohlhof

Der Katalog ist das Ergebnis eines Projektes der Oskar-Kämmer-Schule in Zusammenarbeit mit dem örtlichen Jobcenter, das von der Stadt Goslar, der GMG, der Stadtbus Goslar GmbH und dem Heimatforscher Hans-Günther Griep unterstützt wurde. Ein Team aus 13 Projektteilnehmern hat sich mit der Historie und Namensgebung der Goslarer Straßen beschäftigt und erfasste Straßennamen, fotografierte Straßen, recherchierte bei Bedarf im Stadtarchiv und befragte Zeitzeugen.

Auch wenn das Projektteam stets einen hohen Qualitätsstandard vor Augen hatte, so erhebt dieser Katalog nicht den Anspruch, den Kriterien wissenschaftlichen Arbeitens zu genügen. Auch können Fehler inhaltlicher oder sonstiger Art leider nicht ausgeschlossen werden. Hierfür bitten wir um Verständnis.