Goslarer Straßennamenkatalog - Rammelsberger Straße


Rammelsberger Straße

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Die Rammelsberger Straße ist die Fortsetzung vom Breiten Weg und zweigt als Seitenstraße von der Clausthaler Straße ab. Sie verläuft in Richtung des zum Weltkulturerbe gehörenden Rammelsberger Bergbaus und mündet am Ende in die Straße Bergtal.

Am Beginn der Straße steht das Rammelsberghaus. Dieses teilweise auch als „Glaspalast“ bezeichnete Gebäude grenzt sich optisch vom weiteren Straßenbild ab. Dem gegenüber befinden sich Parkmöglichkeiten für Mitarbeiter des Rammelsberghauses und ein nach oben führender Zugang zu einer Kleingartenanlage. Östlich zweigt ein verkehrsberuhigter Bereich als Sackgasse ab, in dem sich der Theresienhof, ein Alten- und Pflegeheim befindet.

Rechts von der Straße verläuft ein Radweg, der durch eine Alleebepflanzung vom Fußweg getrennt ist. Links zweigt die Bruchchaussee ab. Im weiteren Verlauf hinter der Abzweigung beginnt ein erhöht gelegenes bewaldetes Gebiet. Die Rammelsberger Straße ist mit Häusern unterschiedlichen Baustils bebaut. Im ersten Abschnitt der Straße befinden sich Mehrfamilienhäuser neueren Datums. Oberhalb sind mehrere Werkshäuser aus den 30er Jahren zu sehen, die zu Mehrfamilienhäusern wurden. Sie haben den typischen Holzbeschlag an den Fassaden und teilweise noch Sprossenfenster.

Sie stehen unter Denkmalschutz und gehören zum Weltkulturerbe Rammelsberg. Vorgärten zieren die Wohnanlagen. Rechts parallel hinter dem Parkplatz am Rammelsberg, zweigt noch einmal ein verkehrsberuhigter Bereich ab. Dieser Straßenabschnitt endet ebenfalls als Sackgasse. Parallel zum Parkplatz wurden Hinweisschilder aufgestellt, die auf Sehenswürdigkeiten des Museums und Besucherbergwerks hinweisen wie den Roeder- Stollen, die Grubenbahn, den Rathstiefsten Stollen und die Erzaufbereitung.

Die Rammelsberger Straße ist die Straße, die zum gleichnamigen Berg Rammelsberg (636 m Ü.N.N.) führt. Sie wurde laut Kartenaufzeichnung von Griep schon um 1800 erwähnt. Die Namensbezeichnung erhielt sie vermutlich nach einer Sage mit einem jagenden Ritter namens Ramm, dessen Pferd beim Scharren mit dem Huf eine Silberader freigelegt haben soll. So soll es auch zur Entdeckung des Erzes gekommen sein. Urkundlich belegt ist die Erzgewinnung seit dem Jahr 968 während der Regierungszeit Kaiser Otto des Großen (936-973). Entsprechend fanden 1968 Feierlichkeiten zur 1000 jährigen Erzgewinnung am Rammelsberg statt.

Quellen:

  • Dettmer, Hans-Georg; Bergbauspuren auf Schritt und Tritt; creaktiv 2006
  • Förderverein Rammelsberger Bergbaumuseum Goslar/Harz e.V. Jahresausgabe 2008/9
  • Griep, Hans-Günther; Goslar um 1800; 1. Aufl. 1988
  • Ließmann, Wilfried; Historischer Bergbau im Harz Stadt Goslar; Straßenverzeichnis, S. 16
  • Theuerkauf, Armin; Chronik der Stadt Goslar; Band 4

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Katalog für Goslar, Rammelsberg, Steinberg, Georgenberg, Sudmerberg und Ohlhof

Der Katalog ist das Ergebnis eines Projektes der Oskar-Kämmer-Schule in Zusammenarbeit mit dem örtlichen Jobcenter, das von der Stadt Goslar, der GMG, der Stadtbus Goslar GmbH und dem Heimatforscher Hans-Günther Griep unterstützt wurde. Ein Team aus 13 Projektteilnehmern hat sich mit der Historie und Namensgebung der Goslarer Straßen beschäftigt und erfasste Straßennamen, fotografierte Straßen, recherchierte bei Bedarf im Stadtarchiv und befragte Zeitzeugen.

Auch wenn das Projektteam stets einen hohen Qualitätsstandard vor Augen hatte, so erhebt dieser Katalog nicht den Anspruch, den Kriterien wissenschaftlichen Arbeitens zu genügen. Auch können Fehler inhaltlicher oder sonstiger Art leider nicht ausgeschlossen werden. Hierfür bitten wir um Verständnis.