Goslarer Straßennamenkatalog - Roseneck


Roseneck

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Die Straße Roseneck zweigt am Dörpkestieg ab, veläuft in westlicher Richtung und endet als Sackgasse mit Wendeplatz. Anschließend führen kleine Gehwege durch die Grünanlagen zum Bleicheweg und Rosenberg. Die Grundstücke der ruhigen Wohnstraße sind mit hohen Hecken umgeben. Es handelt sich um eine verkehrsberuhigte, asphaltierte Straße ohne Gehwege.

Seit 1964 hat das Roseneck seinen Namen. Damit wurde auf die Wünsche mehrerer Grundstückseigentümer eingegangen, die hier ihre Wohnhäuser errichteten. Man vermutet, dass früher auf dem Gelände eine mit Rosen bewachsene Wiese existierte.

Vor ca. 5000 Jahren entstanden in China die ersten Rosenzüchtungen und -plantagen. Im 16. und 17. Jahrhundert brachten die seefahrenden Nationen, wie z.B. Engländer und Holländer, die Rose aus dem fernen Osten nach Europa. Im 19. Jahrhundert begann dann die Rosenzucht auch in Europa. Das älteste Rosendorf in Deutschland befindet sich im Bundesland Hessen in Steinfurth. Seit 1868 werden dort professionell Rosen kultiviert. Durch Kreuzungen und Züchtungen wurde die Blume weiter veredelt.

Heute gibt es ca. bis zu 30.000 verschiedene Rosenarten. Die Rose ist ein Symbol der Liebe und Leidenschaft. Sie ist gleichzeitig ein Heil- und Duftmittel, mit dem auch Speisen und Getränke aromatisiert und kosmetische Produkte parfümiert werden. In der Namensgebung spielt sie in vielen Nationen ebenfalls eine bedeutende Rolle.

Auch in den Religionen hat die Rose ihre tiefsinnige Bedeutung. Im Christentum steht die „weiße Rose“ als Sinnbild für die Reinheit der Jungfrau Maria. Die Rosenranken stellen das ewige Leben nach dem Tod dar. Im Islam symbolisiert die Rose den edlen Charakter des Propheten Muhammed (Friede sei mit ihm)*.

*Dieser Zusatz wird im Islam grundsätzlich in Verbindung mit der Nennung von Propheten genannt.

Quellen:

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Katalog für Goslar, Rammelsberg, Steinberg, Georgenberg, Sudmerberg und Ohlhof

Der Katalog ist das Ergebnis eines Projektes der Oskar-Kämmer-Schule in Zusammenarbeit mit dem örtlichen Jobcenter, das von der Stadt Goslar, der GMG, der Stadtbus Goslar GmbH und dem Heimatforscher Hans-Günther Griep unterstützt wurde. Ein Team aus 13 Projektteilnehmern hat sich mit der Historie und Namensgebung der Goslarer Straßen beschäftigt und erfasste Straßennamen, fotografierte Straßen, recherchierte bei Bedarf im Stadtarchiv und befragte Zeitzeugen.

Auch wenn das Projektteam stets einen hohen Qualitätsstandard vor Augen hatte, so erhebt dieser Katalog nicht den Anspruch, den Kriterien wissenschaftlichen Arbeitens zu genügen. Auch können Fehler inhaltlicher oder sonstiger Art leider nicht ausgeschlossen werden. Hierfür bitten wir um Verständnis.