Goslarer Straßennamenkatalog - Schützenallee


Schützenallee

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Die Schützenallee beginnt am Reiseckenweg und verläuft in südöstlicher Richtung vorbei am Berufsförderungswerk (BfW) bis zur alten Erzaufbereitungsanlage wo, sie im postalischen Sinne endet. Das Turmgebäude der alten Anlage diente als Kulisse für den Film „Das Wunder von Lengede“.

Von der Schützenallee führen zahlreiche Wanderwege in den Wald. So kann man bis in den Stadtteil Oker wandern. Die Straße ist vom Reiseckenweg kommend auf der rechten Seite bebaut. Den Anfang macht das Schützenhaus welches den Namen „Schieß-, Kegel- und Tanzsportzentrum Lindenhof“ trägt. Es folgen einige Einfamilienhäuser und das BfW. Auf der rechten Seite findet man im Anfangsbereich der Straße den Festplatz Osterfeld. Im Anschluss folgen das Hallenbad und die Sportanlagen des GSC 08. Zu den Sportanlagen zählt auch eine Bogenschießanlage.

In unmittelbarer Nähe befindet sich auch das Vereinsgelände des Vereins für Deutsche Schäferhunde Goslar. Oberhalb der Sportanlagen führt ein Weg zum Paradiesgrund, wo z. B. Gartenabfälle und ähnliches angeliefert werden können. Folgt man diesem Weg weiter, erreicht man den Segelflugplatz Bollrich, der mit dem Auto nur für Anlieger aus Goslar erreicht werden kann. Alle anderen Besucher müssen über Oker fahren. Neben Segelflugveranstaltungen findet jedes Jahr auf dem Bollrich das größte Osterfeuer Goslars statt. In unmittelbarer Nähe zu diesem Platz befindet sich auch eine Kleingartenanlage.

Auf Antrag des damaligen Schützenvogts Wilhelm Cronjäger im März 1955, bekam die Straße bereits im Mai 1955 den Namen Schützenallee. Mit dem Bau des Goslarer Bahnhofs verloren die hier ansässigen Schützen 1866 „ihren“ Festplatz am Lindenplan. Da ein neuer Platz gefunden werden musste, entschied man sich für das Osterfeld. 1928 kaufte der Goslarer Schützenverein bereits ein Grundstück auf dem 1931 ein Schützenhaus eröffnet wurde. Dieses „alte“ Schützenhaus wurde 1980 durch den heutigen Bau ersetzt.

Die privilegierte Schützengesellschaft v. 1220 e. V. (Wappen) in Goslar gehört zu den ältesten, belegbaren Schützenvereinen in Deutschland. Sie kann auf eine über 790 jährige interessante und wechselvolle Geschichte zurückblicken. Ihren Ursprung hat sie in einer religiösen Bruderschaft von Bogenschützen. Über die Jahrhunderte haben sich die Wettbewerbe im Schießsport verändert. So wird heute hauptsächlich mit dem Gewehr oder der Pistole auf Königswürden geschossen. Höhepunkt für die Goslarer Schützen ist das alljährlich stattfindende Schützenfest. Da es das zweitgrößte seiner Art in Niedersachsen ist, lockt es zahlreiche Besucher aus nah und fern an.

Der Festumzug, der am ersten Samstag des Schützenfestes stattfindet, hat eine beträchtliche Länge. Befreundete Vereine und Musikzüge begleiten die Goslarer Schützen durch die Stadt zum Festplatz.

Quellen:

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Katalog für Goslar, Rammelsberg, Steinberg, Georgenberg, Sudmerberg und Ohlhof

Der Katalog ist das Ergebnis eines Projektes der Oskar-Kämmer-Schule in Zusammenarbeit mit dem örtlichen Jobcenter, das von der Stadt Goslar, der GMG, der Stadtbus Goslar GmbH und dem Heimatforscher Hans-Günther Griep unterstützt wurde. Ein Team aus 13 Projektteilnehmern hat sich mit der Historie und Namensgebung der Goslarer Straßen beschäftigt und erfasste Straßennamen, fotografierte Straßen, recherchierte bei Bedarf im Stadtarchiv und befragte Zeitzeugen.

Auch wenn das Projektteam stets einen hohen Qualitätsstandard vor Augen hatte, so erhebt dieser Katalog nicht den Anspruch, den Kriterien wissenschaftlichen Arbeitens zu genügen. Auch können Fehler inhaltlicher oder sonstiger Art leider nicht ausgeschlossen werden. Hierfür bitten wir um Verständnis.