Goslarer Straßennamenkatalog - Marktplatz Sudmerberg


Marktplatz Sudmerberg

MarktplatzSudmerberg1
MarktplatzSudmerberg2

Der Marktplatz Sudmerberg ist der zentrale Platz im Stadtteil. In diesem Bereich beginnt die Straße Nußanger, zu der der Marktplatz auch postalisch gehört.

Schon 1961 hat Fritz Brinkmann von der Siedlergemeinschaft davon geträumt, einen Brunnen als Blickfang auf seinem Marktplatz aufbauen zu können. Dabei warf er ein Auge auf den damals demontierten Ziegenbrunnen, der heute aber wieder auf dem Greifplatz steht. Nach 30 Jahren ging dieser Wunsch dann in Erfüllung.

Neben Erzbrocken aus dem Rammelsberg ziert eine Mädchenskulptur mit Wasserschirm den Brunnen. Die Skulptur wurde von der St. Andreasberger Künstlerin Anna Barth geschaffen. Weiterhin ist eine größere Grünfläche mit Ruhebänken zu finden, die zu einer Pause einladen. Der Marktplatzbereich ist von Bäumen umgeben. Die Anlage wäre noch schöner, wenn manche Hundebesitzer mit ihren Hunden die - nicht als Hundetoilette missbrauchen würden. Es sind ausreichend Papierkörbe vorhanden, um die Hinterlassenschaften von Lumpi und Co. zu entsorgen.

Bis vor einigen Jahren herrschte reges geschäftliches Treiben rund um den Sudmerberger Marktplatz. Leider haben nach und nach fast alle Geschäfte geschlossen. Lediglich die Sparkasse und ein E-Zigarettengeschäft mit Lottostelle sind erhalten geblieben. Diese Situation ist sicher nicht immer einfach, insbesondere für ältere Einwohner Sudmerbergs, um kleine Einkäufe vor Ort zu erledigen.

Auf dem Sudmerberger Marktplatz fanden verschiedene Veranstaltungen der Siedlung statt, wie das Schützenfest. Von 1984 bis 2007 wurden, bis auf Ausnahmen, alle zwei Jahre Stadtteilfeste auf dem Marktplatz veranstaltet. 2007 löste sich die Interessengemeinschaft Stadtteilfest Sudmerberg auf. Überschüsse und Reinerlöse der Veranstaltungen wurden an verschiedene gemeinnützige Einrichtungen gegeben. Bis 2010 fand dort auch der stadtteileigene Weihnachtsmarkt statt. 2011 wurde der Weihnachtsmarkt erstmals in und um die evangelische Kirche veranstaltet. Zum Jahresende werden dort die beliebten Glücksschweinchen der Zeitung verkauft. Die glücksbringenden Borstenviecher finden jedes Jahr sehr schnell ihre Abnehmer.Der Marktplatz dient den Bewohnern auch als Treffpunkt. Von dort kann man mit dem Bus nach Oker und nach Goslar fahren.

Das Pfarr- und Gemeindehaus der evangelischen Kirche St. Peter liegt ebenfalls nah am Marktplatz Sudmerberg. Es wurde im Jahr 1952 erbaut. Die Gemeinde kann sich einer „besonderen“ Glocke erfreuen. Es handelt sich um die im 14. Jahrhundert gegossene „Brieger Glocke“. Sie stammt aus einem Dorf in der Nähe Briegs. Zum Ende des Zweiten Weltkriegs lagerte diese Glocke wie viele andere in Hamburg, um für Rüstungszwecke eingeschmolzen zu werden. Das Ende des Krieges verhinderte dieses. Die Glocke konnte mit dem Aufkommen des Kommunismus im Osten nicht an ihren Ursprungsort zurückgebracht werden. So fand die Glocke in der Gemeinde St. Peter im Sudmerberg ein neues Zuhause. Seit Juli 1952 ruft sie zum Gottesdienst. Sie hängt in einem sehr niedrigen Glockenturm, eher ein Holzgerüst mit Dach.

Als südliche Begrenzung des Marktplatzes kann man durchaus die Grundschule Sudmerberg sehen. Der Nußanger führt beidseitig am Marktplatz entlang. Beide Straßenteile sind in der jeweiligen Fahrtrichtung Einbahnstraßen.

Quellen:

Straßenprofil als PDF Dieses Straßenprofil als PDF herunterladen.

Katalog für Goslar, Rammelsberg, Steinberg, Georgenberg, Sudmerberg und Ohlhof

Der Katalog ist das Ergebnis eines Projektes der Oskar-Kämmer-Schule in Zusammenarbeit mit dem örtlichen Jobcenter, das von der Stadt Goslar, der GMG, der Stadtbus Goslar GmbH und dem Heimatforscher Hans-Günther Griep unterstützt wurde. Ein Team aus 13 Projektteilnehmern hat sich mit der Historie und Namensgebung der Goslarer Straßen beschäftigt und erfasste Straßennamen, fotografierte Straßen, recherchierte bei Bedarf im Stadtarchiv und befragte Zeitzeugen.

Auch wenn das Projektteam stets einen hohen Qualitätsstandard vor Augen hatte, so erhebt dieser Katalog nicht den Anspruch, den Kriterien wissenschaftlichen Arbeitens zu genügen. Auch können Fehler inhaltlicher oder sonstiger Art leider nicht ausgeschlossen werden. Hierfür bitten wir um Verständnis.