Rathaus und Huldigungssaal

Das Goslarer Rathaus ist ein Jahrhundertbauwerk im ganz speziellen Wortsinn: beginnend in der Mitte des 15. Jahrhunderts mit dem Ostflügel, dessen Arkaden sich zum Marktplatz öffnen, wurde es über mehr als 400 Jahre durch immer neue Anbauten vergrößert.

Bestimmend für den Gesamteindruck ist allerdings das 16. Jahrhundert, eine Blütezeit Goslars, in der die Hansestadt und Freie Reichsstadt vom Aufschwung des Bergbaus profitierte.

Das Goslarer Rathaus ist der eigentliche Sitz des Oberbürgermeisters. Auf der Rathausdiele fanden bis zum Beginn der Sanierungsarbeiten im Jahr 2011 die Sitzungen des Rates der Stadt Goslar statt. Während der Baumaßnahmen tagt der Rat im Sitzungssaal des Landkreises. Oberbürgermeister Dr. Oliver Junk ist mit seinen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern in das Verwaltungsgebäude Charley-Jacob-Straße 3 umgezogen.

Die Kosten für die voraussichtlich bis 2018 dauernden Baumaßnahmen betragen insgesamt rund 9,5 Mio. Euro. Besucher können durch eingebaute Sichtfenster auf der Rathausdiele die Arbeiten verfolgen.

Tipp! Werfen Sie einen digitalen Blick auf die Baustelle im historischen Rathaus.

Der Huldigungssaal im Goslarer Rathaus wurde zwischen 1505 und 1520 als Ratssitzungssaal eingerichtet. Er ist ein einzigartiges Kleinod spätgotischer Raumkunst: seine Wände, die Decke und sogar die Fensternischen sind vollständig mit Tafelgemälden ausgekleidet.

Jedes einzelne Gemälde ist ein Kunstwerk von hoher Qualität, das sich in den überwältigenden Gesamteindruck einfügt. Abwechslungsreiches Rankenschnitzwerk bekrönt die einzelnen Wandtafeln.

Nachdem der Huldigungssaal über Jahre hinweg restauriert worden ist, schützt heute aufwändige Sicherheits-, Klima- und Lichttechnik dieses Kunstwerk vor dem Verfall. Eine Ausstellung führt den Besucher in Geschichte und Bedeutung ein.

Besichtigungen sind zurzeit nicht möglich !

WICHTIGER HINWEIS: Der Huldigungssaal ist aufgrund von Bauarbeiten am Rathaus bis voraussichtlich Ende 2018 geschlossen!

Das Ausstellungskonzept basiert auf der Idee, das verloren gegangene Raumgefühl wieder erlebbar zu gestalten.

Sie werden in einer verkleinerten, aber getreuen Nachbildung des Huldigungssaals durch eine multimediale Präsentation in die Vergangenheit entführt. Nehmen Sie Platz auf den Bänken, wie einst die Ratsherren der freien Reichsstadt Goslar vor 500 Jahren.