Moritz-von-Sachsen-Platz

Der Moritz-von-Sachsen-Platz liegt zwischen den Straßen An der Abzucht, Schulstraße, Rundenienstraße und Kornstraße. Er ist erst im Jahr 1996 nach dem gleichnamigen Kurfürsten von Sachsen benannt worden. Auf dem Platz steht ein Standbild mit seinen Geburts- und Sterbedaten.

Moritz von Sachsen wurde am 28.10.1696 als unehelicher Sohn von August dem Starken und der Gräfin Marie Aurora von Königsmarck in Goslar geboren, und zwar als eines von - überliefert - 355 (!!!) Kindern dieses Königs, von denen jedoch nur eines ehelich war.

Im Alter von 15 Jahren wurde er von seinem Vater als leiblicher Sohn anerkannt und erhielt den Titel eines Grafen von Sachsen. 1720 siedelte Moritz von Sachsen nach Frankreich über. Hier stieg er unter Ludwig dem Fünfzehnten bis zum obersten Feldherrn des französischen Kriegsheeres auf.

Am 30. November 1750 starb Moritz von Sachsen auf seinem Schloss Chambourg an der Loire, das ein Geschenk des Königs war.

Der Moritz-von-Sachsen-Platz war im Mittelalter der Schlachthof Goslars. Durch Gose und Abzucht war eine fließende Frischwasserversorgung vorhanden, was ein nicht zu unterschätzender Vorteil war. Ganz in der Nähe lag die Knochenhauerstraße, die Wohn- und Geschäftsstraße der Schlachter.

Ab dem 19. Jahrhundert befanden sich hier dann ein Sägewerk und Holzhandelsbetrieb. Als diese ihren Betrieb einstellten, lag der Bereich lange brach und verkam zusehends. Schließlich nahm man die Umgestaltung als Grünanlage in Angriff.

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