Wirtschaftsminister Peter Altmaier ist Ehrengast beim 41. Goslarschen Pancket

Der Bundesminister für Wirtschaft und Energie war in Goslar. Peter Altmaier hat als Ehrengast für das 41. Goslarsche Pancket am 5. April teilgenommen. Seit 1967 lädt die Stadt Goslar an eine mittelalterliche Tradition anknüpfend rund 200 Gäste aus den Bereichen Wirtschaft, Politik, Kultur und Medien zum Festmahl im mittelalterlichen Stil ein. Das Pancket gibt ihnen die Gelegenheit, Kontakte zu knüpfen und so über Geschäfte zu reden, wie es im Mittelalter der Rat mit Kaufleuten von nah und fern bei einem Glas Wein oder Bier getan hat.

„Der Bundeswirtschaftsminister ist der perfekte Ehrengast für das Goslarsche Pancket“, sagt Oberbürgermeister Dr. Oliver Junk. Für Goslar sei nicht nur der Tourismus eine starke Säule, Goslar sei vor allem auch Wirtschaftsstandort. „Das Pancket ist das Wirtschaftstreffen der Stadt – ich wage zu sagen: der Region.“

Das Goslarsche Pancket ist vergleichbar mit der Bremer Schaffermahlzeit. Seine Tradition geht auf einen Brauch der hansischen Kaufleute aus dem Mittelalter zurück. Seit mehr als 50 Jahren werden rund 200 Gäste in die Aula regis eingeladen; den Reichssaal der im Jahr 1050 von Kaiser Heinrich III. erbauten Kaiserpfalz. Als Veranstaltung der städtischen Wirtschaftsförderung bietet das Pancket die Plattform zur Vertiefung bestehender Kontakte und die Möglichkeit, neue Kontakte zu knüpfen. Neben der Bremer Schaffermahlzeit und dem Matthaei-Mahl in Hamburg hat es im norddeutschen Raum überregionale Bedeutung erlangt.

Insbesondere auswärtige Gäste sind von der einzigartigen Atmosphäre im Festsaal begeistert. Darunter waren bereits Politiker wie Hans-Dietrich Genscher, Helmut Schmidt, Gerhard Schröder, Prof. Dr. Roman Herzog sowie Wirtschaftsgrößen wie Vorsitzender des Vorstands der Volkswagen AG, Dr. Ferdinand Piëch, Bundesbankpräsident Prof. Dr. Hans Tietmeyer oder ZDF-Intendant Prof. Dieter Stolte. Zuletzt kamen als Ehrengäste Dr. Rüdiger Grube, seinerzeit Vorstandsvorsitzender der Deutschen Bahn, Ulrich Grillo, Präsident des Bundesverbandes der Deutschen Industrie, und Joe Kaeser, Vorstandsvorsitzender der Siemens AG, in die Goslarer Kaiserpfalz.

Glanzpunkt des Abends ist der mittelalterliche Schmaus, zubereitet nach Originalrezepten eines der ältesten in Deutschland erschienenen Kochbücher von M. Marxen Rumpolt, Churfürstlich Meintzischen Mundtkoch – mit römisch kaiserlicher Maiestat spezial Privilegio – im Jahre 1587. Dazu wird ein nach alten Rezepten gebrautes Ainpöckisch Bier getrunken.

Foto: Bundesregierung / Steffen Kugler