Goslar - Stadt mit Bergschatz: Erleben Sie faszinierende Bergbauspuren

Entdecken Sie Einzigartiges über und unter Tage! Ein spannendes Abenteuer am Original-Schauplatz über 1000-jähriger Bergbaugeschichte können Besucher des Museums und Besucherbergwerks Rammelsberg erleben. Das von der UNESCO als Weltkulturerbe aus gezeichnete Bergwerk hat neben vier Museumshäusern über Tage vor allem auch im Inneren des Berges einiges zu bieten: Eine farbenprächtige Untertagewelt, Feuer und Wasser im historischen Roeder-Stollen, Fahrten mit der authentischen Grubenbahn zu den Maschinen und eine Abenteuerführung im Rathstiefsten-Stollen sind nur einige Beispiele. Für Reisegruppen werden rustikale Tscherperessen unter Tage und weitere Höhepunkte wie das „Feuersetzen“ angeboten.

Der Bergbau prägte auch die Landschaft um den Rammelsberg herum. Bei geführten Wanderungen entdeckt man die Erzabfuhrwege auf den Bergwiesen, die besondere Flora und Fauna der Abraumhalden oder den Herzberger Teich, einst Energiereservoir des Rammelsberges.

Bergbauspuren

Der Maltermeisterturm, ein sehr altes Übertagegebäude des Bergbaus, beherbergt heute eine Ausflugsgaststätte mit beeindruckendem Ausblick über die Stadt. In der Forststraße kann man in einem ehemaligen Bergmannshaus die beengten Wohnverhältnisse von Bergleuten, Schiefergrubenarbeitern und Handwerkern hautnah erleben.

Die faszinierende Welt des Bergbaus inspiriert Besucher des Rammelsberges noch heute durch ihre Farben- und Formenvielfalt, die mystische Dunkelheit unter Tage und die Erinnerung an die harte Arbeit der Bergleute. In Goslar nahmen sich unterschiedliche Künstler auf ganz spezielle Art des Themas an. Der international bedeutende Künstler Christo, Goslarer Kaiserringträger von 1987, war vom Rammelsberg so fasziniert, dass er den letzten Förderwagen zum „Package on a hunt“ verhüllte. Das einzige Werk Christos, das nie wieder enthüllt wurde, kann im Rammelsberg im Museumshaus K (Kraftzentrale Kunst) besichtigt werden.

Die Legende des "Ritter Ramm"

Eine Legende rankt sich um die Entdeckung des Schatzes im Berg. Ein Pferd, genauer das des königlichen Ritters Ramm, soll den Wohlstand der Stadt begründet haben. Der Ritter band das Tier während einer Jagd an einen Baum – es legte beim Scharren eine Erzader frei, die die Grundlage des Bergbaus in Goslar bildete. Der Sage begegnet man an verschiedenen Stellen der Stadt. Das Pferd ist z. B. im Figurenspiel am Marktplatz zu sehen. Ein besonders schönes Kunstwerk kann man am Rammelsberg bewundern: Das geschmückte Ross ist der Sieger eines Kunstwettbewerbs zur Ritter-Sage.

Erzbergwerk Rammelsberg - zehn Jahrhunderte Bergbaugeschichte

Das Erzbergwerk Rammelsberg ist als einziges Bergwerk der Welt kontinuierlich über 1000 Jahre in Betrieb gewesen. Zusammen mit der mittelalterlichen Altstadt Goslars und ihrer Kaiserpfalz wurde es 1992 in die Welterbeliste der UNESCO eingetragen. Zehn Jahrhunderte Bergbaugeschichte dokumentiert der 1988 stillgelegte Rammelsberg mit seinem großen Bestand an Bergbaudenkmälern.

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Die Oberharzer Wasserwirtschaft

Die Oberharzer Wasserwirtschaft - im Volksmund auch Oberharzer Wasserregal genannt - gilt als eines der weltweit größten vorindustriellen Energieversorgungssysteme und steht seit August 2010 mit auf der Welterbeliste der UNESCO. Zisterziensermönche des Klosters Walkenried hatten im frühen 13. Jahrhundert erste Teich- und Grabensysteme konstruiert, Bergleute bauten sie über die Jahrhunderte aus, um die Wasserkraft für den Bergbau nutzbar zu machen. 107 historische Teichen, 310 Kilometer Gräben und 31 Kilometer Wasserläufen sind bis heute erhalten und werden fortlaufend in ihrer historischen Funktion betreut.

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Die zehn Erzbrocken - "Hommage au Rammelsberg"

Mit der Arbeit im Berg befasst sich die „Hommage au Rammelsberg“, ein Kunstwerk des Bildhauers Christoph Wilmsen-Wiegmann. Die zehn Erzbrocken stehen für je ein Jahrhundert engster Verbindung des Bergbaus mit der Stadt Goslar und bilden einen Brückenschlag von früher zu heute. In jedem der Brocken, die in der Stadt verteilt sind, ist als Metapher für die Arbeit der Bergleute ein Handabdruck eingearbeitet.

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Frankenberger Plan mit Brunnen

Der Frankenberger Plan ist eine der besonders schönen Platzanlagen Goslars. Die eindrucksvolle Lage des Hospitals Kleines Heiliges Kreuz, der bauliche Zusammenklang mit den Gebäuden der Kirche und des Frankenberger Kloster machen den besonderen Reiz der Gesamtanlage aus, deren Stille und vergleichsweise Abgeschiedenheit sich deutlich von den anderen Goslarer Platzanlagen unterscheidet.

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Bergmannshaus in der Forststraße

Auf nur 46 Quadratmetern Grundfläche kann man im Bergmannshaus Alltagsgeschichte aus vier Jahrhunderten erleben: Um 1600 wurde das kleine Fachwerkhäuschen errichtet, in dem seither Bergleute, Schiefergrubenarbeiter und Handwerker mit ihren Familien wohnten. Im Rahmen der Stadführung "Bergbauspuren in Goslars Gassen" kann es besichtigt werden.

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Klauskapelle

Romanische kleine Hallenkirche aus dem 12. Jh., Teil der städtischen Wehranlage am Klaustor. Seit 1537 Hospitalkapelle der Bergleute als Ersatz für die zerstörte Kirche im Bergedorp.  Sie liegt am Anfahrweg der Bergleute und ist für Jahrhunderte ihr Gebets- und Gottesdienstraum. Die Frankenberger Pfarre hat das Kanzelrecht und erwirbt 1969 die Kapelle von der Bergverwaltung. 1988 wird sie von den Bergleuten nach der letzten Schicht am Rammelsberg zum Abschied besucht. Heute ist sie regelmäßig ins Gemeindeleben eingebunden für Gebetszeiten und Gottesdienste.

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