Goslarer Straßennamenkatalog - Kyfittig


Kyfittig

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Der Kyfittig beginnt als Abzweigung außerhalb des Theodor-Heuss-Rings und hat wie fast alle Wohnwege in Ohlhof einen Wendeplatz. Der kleine Weg endet an der äußersten, nördlichen Stadtgrenze mit einem Fußweg am Rückhaltebecken. In Sichtweite liegt die Zufahrt zum Gut Ohlhof.

Als verkehrsberuhigter Bereich ist der Kyfittig von den Hausnummern 1-7 bebaut. Die Häuser sind weiß gestrichen. Vereinzelt haben sie einen dunklen Holzbehang am Giebel, in den ein Balkon integriert ist. Bemerkenswert ist eine Terrasse, die sich über einer Garage an ein Haus anschließt. Um auf die Terrasse zu gelangen wurde eine bogenförmige Treppe gebaut, die von einer Balkontür im ersten Stock zu erreichen ist. Diese Terrasse ist eine gute Idee, die sonst „tote“ Fläche eines Garagendaches zu nutzen. Wichtig zu bemerken ist, dass diese Terrasse einmalig für Ohlhof ist, wenn nicht gar für ganz Goslar. Neben diesem sehr außergewöhnlichen Freisitz sind die verschiedensten Arten von Balkonen zu finden. Manche Balkone gehen über den gesamten Giebel, einige nehmen etwa nur die Hälfte der Fläche ein. Um etwas Schutz vor der Sonne zu bieten, haben etliche Anwohner Markisen angebracht. Am Ende des Wendeplatzes, in den drei hell gepflasterte Parkflächen und drei Bäume integriert sind, befindet sich eine Arztpraxis für traditionelle chinesische Medizin.

Benannt wurde der Kyfittig nach der Flur Immenröder Kyfittig, die nordöstlich des Gutes Ohlhof gelegen ist im Jahr 1978. Kyfittig wurde 1713 „Kieffittig“ genannt und mag zusammenhängen mit einem Bereich, der umstritten war. Kyfittig könnte von „keifen“ abgeleitet sein. Bereits 1811 wurde die Flur im Nordosten des Gutes als Immenroder Kyfittig bezeichnet. Sie ist auf der Flurnamenkarte von Alexander Grundner-Culemann aus dem Jahr 1965 eingezeichnet.

Quellen:

  • Grundner-Culemann, Alexander; Die Flurnamen des Stadtkreises Goslar Teil III
  • Schallock,Heinz; von Ol…bis Ohlhof, 1108 bis 1996, 888 historische Jahre
  • Stadtarchiv, GZ vom 26.04.04; Signatur 1-802
  • Stadt Goslar, Bauamt; Straßenverzeichnis der Stadt Goslar

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Katalog für Goslar, Rammelsberg, Steinberg, Georgenberg, Sudmerberg und Ohlhof

Der Katalog ist das Ergebnis eines Projektes der Oskar-Kämmer-Schule in Zusammenarbeit mit dem örtlichen Jobcenter, das von der Stadt Goslar, der GMG, der Stadtbus Goslar GmbH und dem Heimatforscher Hans-Günther Griep unterstützt wurde. Ein Team aus 13 Projektteilnehmern hat sich mit der Historie und Namensgebung der Goslarer Straßen beschäftigt und erfasste Straßennamen, fotografierte Straßen, recherchierte bei Bedarf im Stadtarchiv und befragte Zeitzeugen.

Auch wenn das Projektteam stets einen hohen Qualitätsstandard vor Augen hatte, so erhebt dieser Katalog nicht den Anspruch, den Kriterien wissenschaftlichen Arbeitens zu genügen. Auch können Fehler inhaltlicher oder sonstiger Art leider nicht ausgeschlossen werden. Hierfür bitten wir um Verständnis.